7,5 Millionen Euro notwendig

Neue Kasseler Stadtschleuse wird ein Jahr früher als geplant fertig

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Die neue Stadtschleuse ist vermutlich schon ein Jahr früher als ursprünglich geplant fertig. Sie soll bereits im Mai 2023 fertig gestellt werden.

Den Wassersportlern, die in Vereinen organisiert sind, haben Oberbürgermeister Christian Geselle und Uwe Neuschäfer, stellvertretender Betriebsleiter des städtischen Eigenbetriebs Kasselwasser, schon am Donnerstagabend diese gute Nachricht überbracht. Derzeit gehen die beiden davon aus, dass die neue Schleuse an der Fulda im Mai 2023 in Betrieb genommen werden kann.

Nach bisherigen Schätzungen sind für den Neubau Investitionen von 7,5 Millionen Euro notwendig. Der Bund, das Land Hessen und die Stadt Kassel wollen sich die Kosten aufteilen. Danach übernimmt der Bund 50 Prozent der Kosten. Stadt und Land teilen sich die andere Hälfte.

Der Oberbürgermeister machte in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass die Stadt mit der Schleuse eine zusätzliche Aufgabe übernommen habe, da sich der Bund aus der Verantwortung gezogen habe. Das werde bei der ganzen Debatte um die Schleuse oft vergessen.

Nicht nur die Wassersportler würden von dem Neubau profitieren, sondern alle Menschen, die in Kassel leben, so Geselle. Eine intakte Schleuse bedeute Lebensqualität und Gewässersicherheit.

Die neue Schleuse, die 35 Meter lang und 6,75 Meter breit ist und eine Drempeltiefe von 1,50 Meter hat, könnten dann auch alle Fahrgastschiffe, die früher hier unterwegs waren, passieren. Die neue Schleuse sei genauso groß wie jene in Wahnhausen, so Neuschäfer.

Zunächst sei man bei Kasselwasser erstaunt gewesen, mit der Planung, dem Bau und der Betreuung einer Schleuse beauftragt zu werden, sagte Neuschäfer. Allerdings habe Kasselwasser durch die Kläranlagen ja sehr viel Erfahrung mit dem Bau von Unterwasserbecken.

Die beauftragten Ingenieure hätten außerordentlich gute Arbeit geleistet, so Geselle. Auch der Genehmigungsprozess könne wohl deutlich verkürzt werden.

Bei Kasselwasser habe man sich für die Variante entschieden, die neue Schleuse in den alten Schleusenkörper einzubauen. Die Vorteile zählt Neuschäfer auf: Es seien keine Baugrube (Zeitersparnis) und keine Verankerungen/Tiefgründungen (Spezialtiefbau) erforderlich, zudem handelt es sich um eine Massivbauschleuse in monolithischer Bauweise (keine Fugen).

Auch nach der Fertigstellung wird Kasselwasser für die Schleuse zuständig sein: Eine Fernüberwachung der Anlage erfolgt über die Leitzentrale des Eigenbetriebs, die rund um die Uhr besetzt ist. Für die Nutzer wird eine Wechselsprechanlage angebracht.

Die neue Schleuse soll sehr modern und automatisiert werden. Die Wassersportler sollen sie selbst vor Ort bedienen, eventuell sogar über ihr Smartphone, kündigt Neuschäfer an.

Und was wird das Schleusen kosten? Bei der Schleuse handele es sich um eine öffentliche Einrichtung der Stadt Kassel, so der Oberbürgermeister. Ob man dafür zahlen müsse, darüber habe man sich noch keine Gedanken gemacht. 

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