Auch Unternehmen müssen Lastschrifteinzug anpassen

Neue Kontonummer: EU macht Vereinen viel Arbeit

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Kassel. Für alle Bankkunden ändern sich nächstes Jahr Kontonummer und Bankleitzahl. Hintergrund ist, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr in Europa vereinheitlicht wird. Ab Februar 2014 gibt es für Überweisungen eine 22-stellige IBAN-Kontonummer und eine in der Regel elfstellige BIC-Bankleitzahl.

Bis Februar 2016 können Privatkunden aber auch weiter die alten Kontodaten nutzen.

Die Umstellung auf das EU-weit einheitliche sogenannte SEPA-Verfahren bedeutet vor allem für Einrichtungen, die Geld per Lastschrift einziehen, einen hohen Verwaltungsaufwand. Betroffen sind neben Unternehmen (Energieversorger, Fitnessstudios, Mobilfunkanbieter) und den Kommunen beispielsweise auch Vermieter sowie alle 3750 Vereine in Stadt und Landkreis. Und die HNA: 136.000 Abonnenten zahlen per Lastschrift.

Jeder, der künftig Geld von Kunden oder Mitgliedern einziehen will, braucht eine Gläubiger-Identifikationsnummer (ID), die bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden muss. Zudem müssen alle Formulare wie Anmelde- und Vertragsbögen verändert und mit der neuen, internationalen Bankverbindung versehen werden.

Bisherige Einzugsermächtigungen müssen in das neue SEPA-Verfahren umgewandelt werden, die Kontoinhaber müssen darüber aber informiert werden. Weitere wichtige Änderung: Lastschriften können ab Februar 2014 nur noch per Online-Banking eingereicht werden.

Allein bei der Kasseler Sparkasse, dem größten regionalen Kreditinstitut, gibt es 4500 Firmenkunden und Vereine, die Lastschriften einreichen. Diese sowie die betroffenen Kunden anderer Banken müssen die Umstellung auf das SEPA-Verfahren mitunter aufwendig vorbereiten.

Durch das neue Verfahren, das in den 27 EU-Ländern und fünf weiteren europäischen Staaten eingeführt wird, sollen Überweisungen einfacher und schneller werden. Innerhalb eines Werktags soll das Geld in In- und Ausland da sein.

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