Serienfertigung erhält 1250 Arbeitsplätze am Standort Kassel

Neue Lkw-Achse sichert Daimler-Werk

Kassel. Im Daimler-Werk in Kassel hat gestern eine neue Zeitrechnung begonnen. In einer Feierstunde wurde offiziell die Serienfertigung der Achsen für den neuen, schweren Lkw Actros gestartet.

Damit ist die Beschäftigung in diesem Teil des Werks bis weit in die 2020er-Jahre gesichert. Denn Lastwagen haben in der Regel einen Lebenszyklus von 15 Jahren - gut doppelt so viel wie Personenwagen.

Die neue Achse sichert zunächst 1250 der insgesamt 3000 Stellen am Standort. Mit dem schrittweisen Auslaufen der alten Actros-Achse bis 2016 dürfte diese Zahl auf 1500 steigen.

50 Millionen Euro hat Daimler allein in die Achsproduktion in Kassel investiert. Die neue, leichtere Achse sorgt gemeinsam mit neuen Motoren und modifizierten Getrieben dafür, dass der Actros weniger CO2 ausstößt und etwa sieben Prozent weniger Sprit verbraucht als der alte. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 150 000 Kilometern summiert sich die Ersparnis auf etwa 4500 Euro je Fahrzeug und Jahr. Darin sieht Daimler einen Wettbewerbsvorteil und verspricht sich Marktanteilsgewinne vom neuen Lkw, der im September zu den Händlern kommt.

Der Chef der weltweiten Lkw-Achs- und Getriebefertigung im Konzern, Holger Steindorf, sagte, dass die neue Achse „den gesamten Standort sichert“. Und Werkleiter Ludwig Pauss lobte seine Mitarbeiter dafür, dass man voll im Zeitplan liege und die neue Technik störungsfrei laufe.

Auch Betriebsratsvorsitzender Dieter Seidel betonte, dass die neue Actros-Achse „ganz wichtig für uns ist“, weil sie eine lange Perspektive biete.

Zweitwichtigstes Produkt des Kasseler Daimler-Werks ist die Transporter-Achse. Auch hier haben die Kasseler den Zuschlag für ein neues Produkt bekommen. In zwei Jahren startet die Serienfertigung, die bis 2023 laufen dürfte. Somit ist auch dieser Bereich langfristig gesichert. ZUM TAGE,  WIRTSCHAFT

Von José Pinto

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