350 Wohnungen für Kassels Südstadt - HNW präsentiert Pläne

Neue Mitte Südstadt in Kassel wird jetzt konkret

Die Visualisierung zeigt die Pläne für einen Neubau der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt in Kassel von der  Ecke Frankfurter Straße/Heinrich-Heine-Straße (links) aus betrachtet.
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Einladend für den Stadtteil: An der Ecke Frankfurter Straße/Heinrich-Heine-Straße (links) wird es einen offenen Quartiersplatz geben. Im angrenzenden Gebäude links hinten sollen Gemeinschaftsräume entstehen.

Den neuen Namen hat sie schon. Jetzt bekommt die Vision von einer Neuen Mitte Südstadt in Kassel auch eine konkrete Gestalt. Die Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NHW) hat die Pläne präsentiert.

Kassel. Die NHW hat für die Bebauung des Areals des ehemaligen Versorgungsamts an der Frankfurter Straße ihre Pläne vorgestellt. Danach entsteht hier für insgesamt 350 Wohnungen auf 25 000 Quadratmetern Wohnfläche eine Bebauung in mehreren Gebäudekomplexen. Im Erdgeschoss wird es auf 4000 Quadratmetern Platz für Gewerbe geben, vor allem für einen Lebensmittelmarkt, der mit Schaufenstern zur Frankfurter Straße ausgerichtet sein wird.

Der Plan für das NHW-Bauvorhaben an der Frankfurter Straße in Kassel

Großen Raum wird die Realisierung des Wunsches der Stadtteilbewohner nach Versammlungsmöglichkeiten einnehmen. Auffällig ist hier ein offener von Bäumen gesäumter Quartiersplatz, der an der Ecke zur Heinrich-Heine-Straße entsteht. Daran angrenzend wird es Gemeinschaftsräume geben. Auch ein großer begrünter Innenhof werde öffentlich zugänglich sein, ebenso wie Wegeverbindungen.

Die seit Jahren nicht mehr genutzte ehemalige Landesimmobilie war 2018 von der Unternehmensgruppe für 18 Millionen Euro erworben worden. Als „traurige Stelle, wo dringender Bedarf an städtebaulicher Veränderung bestand“, bezeichnete Stadtbaurat Christof Nolda die Örlichkeit. Die kommt jetzt: Die Gebäude werden demnächst abgebrochen.

Kaum war das einstimmige Votum der 34 Mitglieder zählenden Jury am Mittwoch gefällt, da wurden nur Stunden später vom Bauherren schon die Pläne des Siegers des Architektenwettbewerbs präsentiert. Es ist das Büro Hoechstetter und Partner aus Darmstadt, das sich gegen sieben andere Teilnehmer, davon drei aus Kassel, durchgesetzt hatte. Hoechstetter habe alle Sachverhalte und Ziele berücksichtigt und einen rundum überzeugenden Entwurf erarbeitet, so Nolda.

Realisiert werden sollen die Wohnungen in mehreren Bauabschnitten, erklärte Jürgen Bluhm, der Kasseler NHW-Leiter: auf dem 9800 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Versorgungsamts sowie dem 5200 Quadratmeter großen, dahinter liegenden Areal an der Rembrandtstraße, das sich ebenfalls im Besitz der NHW befindet. Die dortigen Bestandsbauten mit 36 Wohnungen werden „nach Einigung mit den dort wohnhaften Mietern“ für das neue Projekt Neue Mitte Südstadt abgerissen. „Mit 29 der 36 betroffenen Mietparteien in der Rembrandtstraße haben wir bereits einvernehmliche Lösungen für einen Wohnungswechsel vereinbaren können“, so Jürgen Bluhm. „Wir sind mit unseren Mietern in gutem Kontakt und werden dafür sorgen, dass jede und jeder in eine andere, seinen individuellen Bedürfnissen entsprechende Wohnung zu gleichen Konditionen ziehen kann.“

NHW-Geschäftsführer Constantin Westphal: „Mit dem Siegerentwurf wird es uns gelingen, barrierefrei zugängliche, moderne und energieeffiziente Bau- und Wohnformen umzusetzen, die eine hohe Wohnqualität mit niedrigen Nebenkosten bieten.“

Insgesamt wird die NHW über 100 Millionen Euro in das Projekt investieren.

Im größten Bauprojekt der NHW in Nordhessen baut die Wohnungsbaugesellschaft in den kommenden sechs Jahren 350 Wohnungen: 70 Prozent Mietwohnungen (30 Prozent geförderter Wohnraum) und 30 Prozent Eigentumswohnungen. Es entstehen 36 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, davon 4000 Quadratmeter für Gewerbe. In einer Tiefgarage haben 300 Fahrzeuge Platz.  (Christina Hein)

Infos: naheimst.de

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