Probleme mit Patronenhülsen bei neuem Modell

Neue Polizeipistole hat Ladehemmung

Kassel. Bei der hessischen Polizei gibt es offensichtlich Probleme mit den neuen Pistolen Marke Heckler & Koch Modell P 30, mit denen die Beamten seit Anfang des Jahres ausgerüstet werden. Beim Schießen wird mitunter die Patronenhülse nicht richtig ausgeworfen.

Der Grund: Durch den Rückstoß der Waffe und der damit verbundenen Bewegung im Handgelenk wird der Auswurf der Hülse blockiert.

Beamte berichten der HNA, dass die Polizisten beim Schießtraining mit der neuen Waffe dann angewiesen würden, das Handgelenk besonders fest zu fixieren. Nur, so fragt ein Polizist: Muss man im Ernstfall zunächst an sein Handgelenk denken?

Das Problem wird von der Gewerkschaft der Polizei bestätigt. Die Schwierigkeiten seien in der Tat aufgetaucht, so Lothar Hölzgen, stellvertretender GdP-Landesvorsitzender in Hessen. Allerdings handele es sich bei dem Problem um Einzelfälle.

Jeder Beamte könne die alte Waffe (Sig Sauer P 6) behalten, solange er sich nicht mit der neuen Pistole vertraut und sicher fühlt. Um die seltenen Ladehemmungen in den Griff zu bekommen, werde fleißig mit der neuen Waffe geübt, sagt Lothar Hölzgen. Routinemäßig findet ein Übungsschießen statt, bei dem 90 Patronen verschossen werden.

Die neuen Waffen werden seit Anfang des Jahres nach und nach an die Polizisten ausgeliefert. Im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen sind es 1600 Stück.

Inzwischen gibt es nicht nur mitunter Probleme mit der eigentlichen Pistole, sondern auch mit dem Holster der Waffe. Offensichtlich geht der Verschluss zu leicht auf. Die Befürchtung: Im Einsatz könnte dem Beamten die Waffe aus dem Holster gezogen werden.

Generell ist man bei der Polizei aber zufrieden mit der neuen Pistole. Ihre Vorteile: Zwei Magazine zu je 15 Schuss, modernes Visier und sie ist viel leichter als die alte Waffe. (tho)

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