87 Nationen vertreten

Neue Staatsbürger: 608 Menschen nahmen im Kasseler Rathaus  Grundgesetz in Empfang

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Festlich: Familie Nawaz – Aqsa, Nusrat, Kashif und Muhammad (von links) – war mit vielen anderen in den Bürgersaal gekommen, um die neue deutsche Staatsbürgerschaft von Vater Muhammad aus Pakistan zu feiern. „Ich freue mich sehr“, sagte der 31-jährige Koch und Taxi-Fahrer, „es ist eine Ehre, dass uns die Stadt mit einer solchen Feier begrüßt.“

Kassel. 608 Frauen und Männer aus 87 Nationen haben in Kassel im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen. Über 100 von ihnen kamen zur traditionellen Einbürgerungsfeier der Stadt ins Rathaus.

Die dreijährige Aqsa hat sich für diesen Tag besonders schön gemacht. Sie erscheint im grünen Samtkleidchen mit Schleife, das sie zuletzt auf einer Hochzeit trug. Brav sitzt sie neben Bruder Kashif und Mama Nusrat und lauscht den Worten von Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Der begrüßte ihren Papa, Muhammad Nawaz, und viele der sogenannten Neubürger, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben.

Insgesamt waren das 608 Frauen und Männer aus 87 Nationen. Über 100 von ihnen waren mit ihren Angehörigen und Freunden der Einladung zur traditionellen Einbürgerungsfeier der Stadt ins Rathaus gefolgt. Die meisten festlich gekleidet und sichtlich bewegt.

Beglückwünscht wurden sie von OB Hilgen und Gaby Jakat, der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin. Hilgen: „Indem Sie die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, bringen Sie zum Ausdruck, dass Sie gerne in unserem Land und unserer Stadt leben, dass Sie sich hier wohlfühlen und bleiben wollen.“ Die Feier, die von Musik von Diego Jascalevic und Freunden umrahmt wurde, solle als Symbol für eine gelungene Integration stehen.

Die Stadt wolle zeigen, dass Menschen anderer Nationen, Herkunft, Religion oder Kultur als Bereicherung gesehen werden. Nachdem Hilgen und Jakat jedem das Grundgesetz in Buchform überreicht hatten, standen sie bei einem Fingerfood-Buffet noch lange in Gespräche vertieft mit den Gästen beisammen.

Von den eingebürgerten Menschen stammen 125 aus der Türkei, 43 aus Afghanistan, 37 aus Polen, 25 aus dem Iran und 22 aus der Ukraine. Die Zahl der Einbürgerungen ist leicht zurückgegangen: 2012 waren es 647 Menschen aus 78 Nationen.

Von Christina Hein

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