Neue Straßenlaternen in Kassel

Neue Straßenlaternen: Bewegungssensor schaltet Lampen bei Bedarf ein

Kassel. In den nächsten Jahren soll Kassels Fußgängern, Rad- und Autofahrern vielerorts im Stadtgebiet ein Licht aufgehen: Die neue Straßenlaternen-Generation der Städtischen Werke ist mit einem Radarsensor ausgestattet, der auf Bewegungen reagiert.

Mit dieser Technik sollen Tempo-30-Zonen, verkehrsberuhigte Bereiche sowie Rad- und Fußwege nur bei Bedarf beleuchtet werden. Die Städtischen Werke sprechen von einer Stromeinsparung von bis zu 80 Prozent gegenüber Dauerbetrieb.

Auf dem Kasseler Stadtgebiet soll die Technologie, die die Städtischen Werke mit der Baunataler Firma Aton Lichttechnik entwickelt haben, Ende des Jahres zum ersten Mal im Neubaugebiet Atzelbergweg im Stadtteil Wolfsanger aufgestellt werden. Sobald ein Verkehrsteilnehmer in den Bereich eines Sensors fährt, schalten sich die jeweils nächsten zwei bis drei in Fahrtrichtung gelegenen Laternen ein. Nach wenigen Minuten erlöschen sie wieder.

Die Investition in die Technik lohne sich für die Stadt Kassel finanziell nur dann, wenn alte Lampen ohnehin ausgetauscht werden müssen oder neue Straßen erstmals eine Beleuchtung erhalten, sagt Uwe Bischoff, Abteilungsleiter im Straßenverkehrsamt. Wegen einer EU-Verordnung müssen im Stadtgebiet bis 2018/ 2019 etwa 10 000 Quecksilberdampflampen für bis zu 20 Mio. Euro ausgetauscht werden. Damit ist die Hälfte der Kasseler Straßenbeleuchtung betroffen, die aus 22 000 Laternen besteht. Deshalb soll nun an der Pilotanlage am Atzelbergweg geprüft werden, ob sich ein flächendeckender Einsatz der neuen Technik in Anliegerstraßen lohnt.

Neben dem nicht mehr nötigen Dauerbetrieb sorgt auch die LED-Technik, die in den neuen Laternen eingebaut ist, für niedrigere Energiekosten. Eine LED-Lampe verbraucht 60 Prozent weniger Energie als Quecksilberdampflampen, die noch in der Mehrzahl an Kasseler Straßen im Einsatz sind.

Von Bastian Ludwig

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