KVG stellt Pläne vor: Straßenbahn-Stop „Kirche Kirchditmold“ soll bis 2015 behindertengerecht modernisiert sein

Neuer Anlauf für Haltestellen-Umbau

Schon lange Thema: Der geplante Umbau der Haltestelle „Kirche Kirchditmold“ an der Zentgrafenstraße beschäftigt die Anwohner seit Jahren. Archivfoto: Schoelzchen/nh

Kirchditmold. Der runde Tisch zur Umgestaltung der Straßenbahnhaltestelle Kirche Kirchditmold soll wieder aufleben. KVG-Vertreter Benno Jerlitschka stellte dem Ortsbeirat Kirchditmold und etwa 20 Zuhörern am Donnerstagabend im Gemeindehaus die Pläne der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft vor, wie es mit der Haltestelle weitergehen soll.

Barrierefrei soll sie werden – und damit die Chance bieten, den Stadtteil etwas aufzuwerten, erläuterte Ortsvorsteherin Elisabeth König die Hoffnungen der Politik. Um die Arbeiten den Bedürfnissen der Anwohner anzupassen, sind unter anderem Telefoninterviews geplant.

Überzogene Erwartungen

Bei dem ersten Treffen des runden Tischs im vergangenen Februar seien Pläne aufgekommen, „den halben Ortsteil aufzupeppen“, wie Jerlitschka etwas überspitzt erklärte. Danach habe die Stadt Kassel allerdings signalisiert, dass es weder Geld für Planungen noch für einen Umbau gebe. Personelle Veränderungen in den zuständigen Ämtern hätten den Prozess darüber hinaus ins Stocken gebracht.

Für die Neuauflage habe die Stadt Kassel die Bau- und Verkehrsconsulting GmbH (KVC), eine Konzernschwester der

KVG, mit dem städtebaulichen Umfeld beauftragt. In dieses solle die Haltestelle hineingesetzt werden. Die Telefoninterviews werden mit zehn Personen oder Institutionen geführt. Vorschläge für Interviewpartner sollen möglichst bald vom Ortsbeirat kommen. Mit dem Moderationsprozess haben Jerlitschka und seine Mitstreiter ein Dortmunder Büro beauftragt. Dieses soll die Diskussionen begleiten. Wenn alles gut laufe, könnte der Ortsbeirat im zweiten Halbjahr über die Pläne abstimmen.

„Meine Hoffnung ist, dass wir unser Vorhaben 2014 oder 2015 umsetzen“, sagte Jerlitschka. SPD-Mitglied Dr. Peter Schulze von Hanxleden erklärte, er sei „negativ überrascht“, dass die Ergebnisse des von ihm moderierten ersten runden Tischs nicht benötigt würden. Jerlitschka erklärte, auf die Ergebnisse, die 2011 erarbeitet worden seien, solle aufgebaut werden, doch vieles davon sei nicht finanzierbar. Für die Kosten für die Planerstellung – etwa 10 000 Euro – sei die KVC in Vorleistung gegangen.

Zum zukünftigen Erscheinungsbild der Haltestelle gibt es indes noch nicht viel Konkretes. „Wir haben noch keine Planung, weil wir alles zusammen mit dem Ortsbeirat machen wollen“, sagte Jerlitschka. Die Haltestelle solle etwa an ihrem jetzigen Standort bleiben.

Ein Anwohner schlug vor, das Kopfsteinplaster zu erhalten, um das Bauvorhaben günstiger zu machen. Außerdem bat er darum, mit dem Umbau die Situation für die Ladeninhaber nicht zu verschlechtern.

Von Rike Schockenhoff

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