Auch Kassel Marketing für Gebühr – Platz schaffen für Touristen

Neuer Anlauf: Parken am Bergpark soll kosten

Kassel. Der Vorschlag, die Parkplätze am Bergpark Wilhelmshöhe und am Herkules kostenpflichtig zu machen, wird kontrovers diskutiert. Nun bekommt die Idee weitere Unterstützung: Kassel Marketing spricht sich für Parkgebühren am Herkules und an Schloss Wilhelmshöhe aus.

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Angelika Hüppe, Geschäftsführerin des städtischen Tourismusunternehmens, erhofft sich davon, dass vor allem an den besucherstarken Tagen weniger Einheimische mit dem Auto zum Herkules fahren. Dann sei mehr Platz für Auswärtige, die auf die ausgeschilderten Parkplätze angewiesen seien.

Für Touristen sei es selbstverständlich, dass sie an einer Sehenswürdigkeit wie dem Bergpark fürs Parken zahlen müssen, sagt Hüppe. Das Parkplatzchaos am Bergpark hingegen sei negative Werbung: „Genervte Touristen sind das schlechteste, denn sie erzählen das noch weiter.“

Das Potenzial des Bergparks als Besuchermagnet sei noch nicht ausgeschöpft. Ein Tourismuskonzept der Agentur Themata geht davon aus, dass 1,1 Millionen Besucher jährlich möglich sind. Derzeit kommen etwa 500 000. Dennoch waren im vergangenen Sommer an einigen Wasserspieltagen die Parkplätze überlastet. Laut Hüppe könnten Parkgebühren dazu beitragen, die Situation zu entschärfen und Geld für den Bergpark einbringen.

Die Chefin von Kassel Marketing zeigt Verständnis, dass die Kasseler nicht fürs Parken am Herkules zahlen wollen. Das müsse nach ihrer Ansicht auch nicht während der ganzen Woche sein, „nur an den Tagen, an denen es sich da oben knuddelt“, sagte Hüppe.

Beim Bergparkbetreiber Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) ist noch keine Entscheidung für oder gegen Parkgebühren gefallen. „Da muss sehr viel geprüft werden“, erklärte Sprecher Michael Kelbling. Vorerst bleibe das Parken am Bergpark kostenfrei.

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