Stadtbad Mitte und Immobilie der Kirche sollen bis Jahresende vermarktet sein

Neuer Anlauf für Verkauf des Stadtbades Mitte

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Hat ausgedient: Das Stadtbad Mitte, zurzeit wegen der Sommerpause bis zum 21. Juli geschlossen, soll nach der Eröffnung des Auebads im nächsten Jahr abgerissen werden.

Kassel. Für das Stadtbad Mitte läuft die Zeit ab: Das Hallenbad soll bis Ende des Jahres verkauft werden. Kurz bevor das neue Auebad im Mai 2013 an der Fulda öffnet, wird das marode Bad an der Mauerstraße geschlossen.

Die Städtischen Werke als Eigentümer wollen das Grundstück gemeinsam mit dem danebenliegenden Areal der Diakonie der Evangelischen Kirche Deutschlands vermarkten, die sich von ihrem Haus der Begegnung trennt.

Werke-Vorstand Norbert Witte erwartet einen Verkaufserlös von „mindestens vier bis fünf Millionen Euro“ für beide Grundstücke. Der Löwenanteil liegt bei den Städtischen Werken. Das Stadtbad neben dem City-Point macht nach seinen Angaben drei Viertel der Fläche aus, die mit 6650 Quadratmetern etwa so groß ist wie ein Fußballfeld. „Wir versuchen, beide Grundstücke gemeinsam zu vermarkten“, sagt Witte, der vor seinem Wechsel zu den Städtischen Werken Stadtbaurat in Kassel war. Es werde ein entsprechendes Exposé zum Verkauf erstellt.

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Die beiden Grundstücke sollen demnächst über regionale und überregionale Zeitungsanzeigen zum Kauf angeboten werden. Bislang hatte sich ein Kasseler Makler um die Vermarktung bemüht. Es hatten sich auch rund zehn Interessenten gemeldet, doch deren Vorstellungen decken sich offenbar nicht mit den Erwartungen. „Es sind immer etliche dabei, die kommen wegen großflächigen Einzelhandels“, sagt Witte. Das städtebauliche Konzept schließt dies aus. Es sieht Büros oder ein Hotel vor, kleinere Läden im Erdgeschoss und Wohnen in den oberen Stockwerken sowie eine Tiefgarage.

Die Kaufverträge sollen möglichst Ende des Jahres geschlossen werden. Das Eigentum soll nach Schließung des Stadtbads Ende März 2013 auf den Käufer übergehen. Nach seinen Vorstellungen werde dies zum Mai geschehen, sagt Witte. Manche Investoren wollten den Eigentumsübergang aber erst dann, wenn Planungsrecht geschaffen ist.

Offen ist laut Witte, ob die Städtischen Werke oder der künftige Investor den Abriss des Stadtbads Mitte übernehmen. Nach dem Abriss kann auf dem Gelände zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Hedwigstraße, Mauerstraße und Unterer Königsstraße gebaut werden.

Die Stadt sieht in der neuen Bebauung des innerstädtischen Areals eine große Chance für die weitere Entwicklung der Kurt-Schumacher-Straße und des Universitätsumfeldes.

Von Ellen Schwaab

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