Weil Gebäude teurer wurden, reicht Budget nicht

Neuer Campus Nord wird später fertig

Kassel. Der Campus Nord der Uni Kassel wird Jahre später fertig werden, als es die ursprünglichen Pläne vorsahen. Eigentlich hätte das Areal bis 2015 bebaut werden sollen. Von diesem Vorhaben hat sich die Hochschule längst verabschiedet.

Dabei wächst der Ansturm auf die Uni, auf der ab Oktober etwa 23.000 Menschen studieren werden. Weil das Raumangebot der Uni nicht ausreicht und Neubauten auf sich warten lassen, müssen weitere externe Immobilien angemietet werden.

Eine Ursache des Problems sind Baupreissteigerungen. Denn die Bauplanungen stammen aus dem Jahr 2005. Damals sagte das Land 226 Mio. Euro für Neubauten zu. Seitdem gab es Baupreissteigerungen von bis zu 40 Prozent, erläutert Uni-Sprecher Guido Rijkhoek. Für die vorgesehenen Neubauten der Naturwissenschaften stehe daher erst mal kein Geld zur Verfügung.

Jüngstes Beispiel für Verzögerungen ist das Hörsaal- und Campuscenter. Das neue Herzstück der Uni sollte im Februar 2014 fertig sein, nun soll es bis Herbst 2014 dauern. Die Mehrkosten, die beim Rohbau des mit 31,17 Mio. Euro kalkulierten Projekts entstanden sind, sollen etwa an der Fassade eingespart werden.

Der Campus Nord in Kassel wächst

16 Meter hoch: Bau des Hörsaal- und Campuscenters an der Moritzstraße.
16 Meter hoch: Bau des Hörsaal- und Campuscenters an der Moritzstraße. © Fischer
Im größten von sechs Hörsälen: Christian Tasch (Hessisches Baumanagement) und Uni-Baubeauftragte Beate Lejman.
Im größten von sechs Hörsälen: Christian Tasch (Hessisches Baumanagement) und Uni-Baubeauftragte Beate Lejman. © Fischer
Bisher ist nur das Fundament fertig: Hier entsteht bis Ende 2014 das Gründerzentrum Science Park.
Bisher ist nur das Fundament fertig: Hier entsteht bis Ende 2014 das Gründerzentrum Science Park. © Ludwig
Platz für Kinder: Michael Fuchs vom Studentenwerk präsentiert den Kita-Neubau, der im November eröffnet wird.
Platz für Kinder: Michael Fuchs vom Studentenwerk präsentiert den Kita-Neubau, der im November eröffnet wird. © Ludwig
Erste Idee: Der Kopfbau der Firma Gottschalk soll in die geplanten Naturwissenschaftsgebäude integriert werden.
Erste Idee: Der Kopfbau der Firma Gottschalk soll in die geplanten Naturwissenschaftsgebäude integriert werden. © Fischer
Platz für 140 Studenten: In das neue Wohnheim sollen im April 2014 die ersten Bewohner einziehen.
Platz für 140 Studenten: In das neue Wohnheim sollen im April 2014 die ersten Bewohner einziehen. © Ludwig
Neu trifft alt: Der Neubau für Architekten und Landschaftsplaner entsteht neben der historischen Produktionshalle.
Neu trifft alt: Der Neubau für Architekten und Landschaftsplaner entsteht neben der historischen Produktionshalle. © Illustration: Raumzeit
Schlechter Baugrund: Damit das ASL-Institut sicher steht, werden 133 Bohrpfähle in den Boden getrieben.
Schlechter Baugrund: Damit das ASL-Institut sicher steht, werden 133 Bohrpfähle in den Boden getrieben. © Fischer
Historische Substanz: Die alte Gottschalk-Produktionshalle soll saniert und für den Bereich Architektur genutzt werden.
Historische Substanz: Die alte Gottschalk-Produktionshalle soll saniert und für den Bereich Architektur genutzt werden. © Fischer
Platz für Gründer: Der Science Park soll Ende 2014 für junge Firmen seine Pforten öffnen.
Platz für Gründer: Der Science Park soll Ende 2014 für junge Firmen seine Pforten öffnen. © Computer-Illustration: AP
Baukräne ragen über die Nordstadt: Auf dem Campus Nord laufen derzeit die Arbeiten an fünf Projekten parallel. Unser Foto wurde vom Gerüst des derzeit ebenfalls entstehenden Hörsaal- und Campuscenters gemacht, das noch auf dem alten Uni-Gelände liegt.
Baukräne ragen über die Nordstadt: Auf dem Campus Nord laufen derzeit die Arbeiten an fünf Projekten parallel. Unser Foto wurde vom Gerüst des derzeit ebenfalls entstehenden Hörsaal- und Campuscenters gemacht, das noch auf dem alten Uni-Gelände liegt. © Fischer
Futuristisch: So soll es im Inneren des Hörsaal- und Campuscenters einmal aussehen.
Futuristisch: So soll es im Inneren des Hörsaal- und Campuscenters einmal aussehen. © Illustration: Raumzeit GmbH

Für die Anmietung externer Räume, unter anderem im Cineplex-Kino, im Klinikum und der Auferstehungskirche, gibt die Uni dieses Jahr 380.000 Euro aus. 2012 waren es noch 260.000 Euro. (bal) 6. / 7. Seite

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