450 Soldaten werden aus- und fortgebildet

Bundeswehr in Kassel bekommt neue Spitze

Wechsel an der Kasseler Bundeswehr-Spitze: Hauptmann Thomas Pritzkoleit (49, links) löst Hauptmann Heinrich Büchsenschütz (55) ab, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Steinbach

Kassel. Wechsel an der Spitze der Bundeswehr in Kassel: Hauptmann Thomas Pritzkoleit löst Hauptmann Heinrich Büchsenschütz ab, der sich Ende Juli in den Ruhestand verabschiedet. Am morgigen Freitag wird das Kommando über 600 Soldaten und Zivilkräfte (siehe Artikel rechts) bei einem Appell übergeben.

Pritzkoleit ist bereits seit 2013 in Kassel. Zuvor war der 49-Jährige von 2010 bis 2013 Presseoffizier der Luftbeweglichen Brigade 1 in Fritzlar. Der verheiratete Vater von vier Kindern stammt aus Bad Arolsen und lebt dort mit seiner Familie. Über die Nähe seines Dienstpostens zur Heimatstadt im Waldecker Land freut sich der Berufsoffizier, der vor 30 Jahren in die Bundeswehr eingetreten war. „Ich bin 18-mal versetzt worden und war an 13 Standorten“, sagt Pritzkoleit. Zumindest zeitweise lagen mit Wolfhagen und Fritzlar Einsatzorte in der Region. Familie und Kinder stehen in seiner Freizeit im Mittelpunkt, dazu ist der neue Standortkommandant begeisterter Skifahrer und legt als DJ bei Festen gern Musik auf.

Pritzkoleit übernimmt das Amt des Leiters der Betreuungsstelle Kassel der Bundeswehrfachschule und der zivilen Aus- und Weiterbildung sowie die Funktion des Standortältesten von Heinrich Büchsenschütz. Er hatte die Ämter 2008 angetreten und war zuvor Personaloffizier bei der einstigen Flugabwehrbrigade 100 (früher Flugabwehrregiment 2) in Fuldatal-Ihringshausen.

Büchsenschütz muss mit 55 Jahren in Pension gehen, „der Dienstherr will es so“, sagt der Berufsoffizier, der 1977 in die Bundeswehr eingetreten war. Büchsenschütz ist ledig, lebt in Edertal-Wellen und kann sich künftig stärker seinem großen Hobby, der Jagd, widmen. Außerdem will er noch ein paar Jahre als Reservist für Vertretungen einspringen.

Büchsenschütz hat ein gutes Stück der Geschichte der vor 20 Jahren aufgelösten 2. Panzergrenadierdivision miterlebt, war seit 1987 als Personaloffizier eingesetzt und war bis zur Auflösung der Flugabwehreinheiten in dieser Funktion in Fuldatal tätig.

In Kassel „ist mehr Bundeswehr, als man sieht“, sagt Thomas Pritzkoleit. 450 Soldaten sind in Aus- und Weiterbildung, „wir sind ein Internat“. Ausgebildet werden Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme und Fluggerätemechaniker bei der Eurocopter GmbH, pharmazeutisch-technische Assistenten an der Willy-Brandt-Schule und Zimmerer im Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes. In der zivilen Fortbildung geht es um Industriemeister Luftfahrttechnik, Zimmerer- sowie Maurer- und Betonbaumeister. Die Bundeswehrfachschule bietet den Erwerb der Fachhochschulreife (Technik, Wirtschaft, Sozialpädagogik) oder der mittleren Reife sowie die Ausbildung zum Bürokaufmann an.

Von Jörg Steinbach

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