Uwe Fricke leitet das neu geschaffene Bürgeramt im Rathaus

Neuer Chef will mehr Service im Bürgerbüro

Baustelle: Uwe Fricke im an der Fünffensterstraße gelegenen Rathaus-Seitenflügel. Im April zieht hier das Bürgerbüro ein. Früher waren dort die Hausdruckerei und Kassel Tourist beheimatet. Foto: Ludwig

Kassel. Zukünftig sollen Kasseler und Neu-Kasseler möglichst ohne Wartezeiten möglichst viele Anliegen im Bürgerbüro des Rathauses erledigen können: Was sich Uwe Fricke vorgenommen hat, klingt nach einer Selbstverständlichkeit. Aber in puncto Bürgerservice gibt es noch Verbesserungsbedarf. Dessen will sich der 57-Jährige annehmen, der seit Anfang 2014 das neue Bürgeramt mit 125 Mitarbeitern leitet. Das Amt vereint Bürgerbüro, Ausländerbehörde, Standesamt und städtisches Callcenter (Tel. 115).

Umbau für 1,5 Mio. Euro

Kernstück des Vorhabens ist der Umbau des Bürgerbüros, dessen erster Bauabschnitt im Seitenflügel des Rathauses (früher Kassel Tourist) im April abgeschlossen sein soll. Dann ziehen die Mitarbeiter des jetzigen Bürgerbüros (Eingang neben der Rathaustreppe) in den sanierten Teil um und der Umbau des alten Bürgerbüros beginnt.

Mitte 2015 soll die wesentlich größere zentrale Anlaufstelle für Bürger komplett fertig sein. 1,5 Millionen Euro investiert die Stadt dafür.

Die drei Zweigstellen in Harleshausen, Nord-Holland und Niederzwehren werden im Gegenzug geschlossen. Die Mitarbeiter werden in der zentralen Anlaufstelle eingesetzt – 38 Mitarbeiter bedienen dann die Bürger im persönlichen Gespräch.

Etwa 250 000 Bürgerkontakte zählt die Stadt jährlich. Damit im Bürgerbüro niemand umsonst warten muss, bis er bedient wird, soll es ab Frühjahr einen Infoschalter am Eingang geben. An diesem wird geprüft, ob der Betroffene alle erforderlichen Unterlagen dabei hat.

„Ich wünsche mir ein Bürgerbüro, das sich an den Lebenslagen der Menschen orientiert“, sagt Fricke. Das bedeute, wenn jemand seinen Wohnort wechsele, soll er alle damit verbundenen Ummeldungen im Bürgerbüro erledigen können.

Auch die 27 000 nicht-deutschen Einwohner mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht werden künftig im Bürgerbüro bedient. Wer ein befristetes Aufenthaltsrecht hat, muss weiterhin zum Amt für Zuwanderung und Integration (früher Ausländerbehörde) an der Kurt-Schumacher-Straße.

Traukalender im Internet

Neben der Neuorganisation des Bürgerbüros wird auch das Angebot des städtischen Callcenters und der Internetseite (www.serviceportal-kassel.de) erweitert. So soll es ab Mitte des Jahres im Netz einen Online-Traukalender geben, auf dem sich Paare einen Termin und einen Trauort aussuchen können. Bereits jetzt können über die 115 und das Internetportal Termine im Bürgerbüro vereinbart werden. Dies erspart die Wartezeit vor Ort.

„Mein Ziel ist es, dass möglichst viele Anliegen telefonisch oder über unsere Internetseite erledigt werden können. Das geht nicht alles sofort, aber sukzessive“, sagt Fricke.

Von Bastian Ludwig

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