Guter Eindruck vom Neuen

Neuer Flughafenchef einstimmig berufen – Gesellschafter erleichtert

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Großes Interesse: Etwa 25 Medienvertreter umringten gestern Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (rechts) und Oberbürgermeister Bertram Hilgen, die kurze Erklärungen abgaben und sich den Fragen der Journalisten stellten.

Kassel. Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Kassel-Calden hat Mittwoch einstimmig Fraport-Manager Ralf Schustereder zum neuen Airport-Chef bestellt. Der 49-Jährige tritt die Nachfolge von Maria Anna Muller und seinen neuen Job am 1. April an.

Solch einen medialen Rummel hat das Kasseler Rathaus lange nicht mehr gesehen: Etwa 25 Journalisten, Fotografen und Kameraleute umringten gestern Nachmittag Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Oberbürgermeister Bertram Hilgen. In ihrer Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzende der Betreibergesellschaft des Flughafens Kassel-Calden waren sie offensichtlich erleichtert vor die Presse getreten, um die einstimmige Ernennung des Fraport-Managers Ralf Schustereder zu verkünden.

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Nach der wochenlangen Hängepartie um die glücklose bisherige Chefin, Maria Anna Muller,soll mit dem 49-jährigen erfahrenen Luftfahrtexperten ein Neustart an Nordhessens einzigem Flughafen erfolgen. Er hatte sich zuvor dem Aufsichtsgremium vorgestellt. „Er hat einen sehr guten Eindruck gemacht“, waren sich Hilgen und Caldens Bürgermeister Andreas Dinges einig.

Der Neue Chef: Fraport-Manager Ralf Schustereder übernimmt am Flughafen Kassel Calden die Leitung.

„Ralf Schustereder wird nun die Aufgabe übernehmen, in einem nicht ganz einfachen ökonomischen Umfeld den Geschäftsbetrieb des Kasseler Flughafens weiter auszubauen und insbesondere zusätzliche Flugangebote zu akquirieren. Darin wollen wir ihn mit aller Kraft unterstützen“, sagte Schäfer. Schustereder sei für diese Herausforderung durch seine breite Erfahrung gut gerüstet. Und Hilgen sagte: „Ich traue Herrn Schustereder zu, dass er die Weichen für eine positive Entwicklung des Flughafens richtig stellt.“ Er erwarte nun, dass Ausgaben reduziert und Einnahmen erhöht würden, um das Betriebsdefizit – wie von Schwarz-grün in Wiesbaden vereinbart – jährlich um zehn Prozent zu reduzieren.

Die Frage, wie hoch die Abfindung für die scheidende Chefin sei, beantwortete Schäfer ausweichend. „Es wird einen monetären Ausgleich geben.“ Muller hatte einen FünfJahres-Vertrag. Sie war aber nur eineinhalb Jahre an Bord.

Der neue Flughafenchef, der so schnell wie möglich in die Region ziehen will, wird künftig von der hiesigen Betreibergesellschaft bezahlt. „Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen“, sagte Hilgen. Wie hoch sein Gehalt ist, ist unbekannt. Auf die Frage, was Schustereder vorhabe, sagte der Oberbürgermeister: „Lassen Sie ihn erst einmal ankommen“.

Der stellvertrende Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg, Ulrich Spengler, zeigte sich überzeugt, „dass Nordhessen in Zukunft stark vom Flughafen und dem Standortvorteil in der Mitte Deutschlands profitieren wird“. Alle Unternehmen, die international aktiv seien, steigerten durch den neuen Flughafen ihre Attraktivität, unter anderem für Fachkräfte.

Von José Pinto

José Pinto über den neuen Chef in Kassel-Calden

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