Umbau der Friedrich-Ebert-Straße: Land Hessen und Ortsbeiräte stimmen Konzept zu

Neuer Glanz rückt näher

Zugeklebte Schaufenster: Zur Aufwertung der Geschäftsmeile an der Friedrich-Ebert-Straße gehört der Kampf gegen den Leerstand. Ein Quartiermanager soll die Einzelhändler unterstützen. Foto:  Dilling

Mitte / Vorderer Westen. Der geplante Umbau der Friedrich-Ebert-Straße und die Aufwertung der Geschäftsmeile zwischen Bebel- und Ständeplatz entlang dieses Straßenzuges und in den angrenzenden Wohnquartieren haben eine wichtige Hürde genommen. Das Land Hessen hat dem Konzept der Stadt, das Voraussetzung für eine weitere Förderung des Projekts im Rahmen des Programms „Aktive Kernbereiche“ ist, zugestimmt. Das teilte Carlo Frohnapfel vom Amt für Stadtentwicklung und Bauaufsicht mit. Auch die Ortsbeiräte von Mitte und dem Vorderen Westen begrüßten das 130 Seiten starke Planungswerk jetzt während einer gemeinsamen Sitzung im Rathaus einhellig.

Bis 2019 sollen die Quartiere entlang der Friedrich-Ebert-Straße mit 44 Projekten und einem Kostenaufwand von rund 23,5 Millionen Euro aufgewertet werden. Die Stadt erhofft sich Zuschüsse von 8,5 Millionen Euro von Bund und Land.

Kernstück der Pläne ist ein Umbau der Friedrich-Ebert-Straße, die das Geschäftsviertel attraktiver machen soll, und die Unterstützung von privaten Hauseigentümern als Rezept gegen den zunehmenden Leerstand von Gebäuden. Für die städtebauliche Neugestaltung der Geschäftsmeile seien allein 15,6 Millionen Euro vorgesehen, sagte Carsten Schäfer von der Planungsgruppe Stadtbüro, die das Konzept erarbeitet hat.

Der Umbau der Friedrich-Ebert-Straße werde im Jahr 2012 zwischen Ständeplatz und Annastraße starten, kündigte Frohnapfel an. Bis dahin werde es noch einige Arbeitsgruppen geben. Beispielsweise müsse die künftige Gestaltung der Kreuzung von Germania-, Olga- und Goethestraße schnellstens mit Experten und Anwohnern diskutiert werden, damit sie noch in die Bauplanung aufgenommen werden könne, sagte er.

Die konkrete Umsetzung des Projekts zur Aufwertung der Quartiere wird für die Geschäftsleute und privaten Hauseigentümer schon früher beginnen. Ab dem Spätsommer werde ein sogenannter Kernbereichsmanager, den die Stadt noch einstellen müsse, seine Arbeit aufnehmen, kündigte Frohnapfel an. Der Manager soll die Eigentümer ermuntern, Eigeninitiative zur Verschönerung ihrer Häuser zu entwickeln, und sie bei der Lösung der Leerstandsprobleme unterstützen.

Dem Manager wird ein Architekt als „Lotse“ (so Schäfer von der Planungsgruppe) zur Seite stehen, der die Bürger berät und über Fördermöglichkeiten aufklärt.

Anreize geringer

Die finanziellen Anreize werden allerdings deutlich geringer ausfallen, als die Stadt ursprünglich vorgesehen hatte. Das Land Hessen habe signalisiert, dass statt der geplanten 1,3 Millionen Euro nur höchstens 400 000 Euro für private Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt würden, teilte Frohnapfel mit. (pdi)

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