Ende 2013 könnte ein Nachfolger das frühere Geschäft von Joachim Seidl neu eröffnen

Neuer Markt im Gespräch - Erföffnung Ende 2013?

Schandfleck: Seit 2009 steht der ehemalige Lebensmittelmarkt Seidl an der Ahnatalstraße/Ecke Wilhelmshöher Weg leer - jetzt ist als Nachfolger ein Nahkauf-Geschäft im Gespräch. Fotos: Oschmann

Kassel-Harleshausen. Die Hoffnung auf einen neuen Lebensmittelmarkt in Harleshausen wächst. Es könnte sein, dass sich an der Ahnatalstraße/Ecke Wilhelmshöher Weg ein türkischer Geschäftsmann aus Hamburg ansiedelt, der dort Rewe-Märkte betreibt.

Auf seine Pläne angesprochen, wollte er sich nicht näher äußern. Dazu sei es noch zu früh, sagte er lediglich.

„Ein neuer Markt wäre hier natürlich sehr gut“, sagt Ortsvorsteher Reinhard Wintersperger. „Er würde unseren Stadtteil stärken“.

Seit vier Jahren, als 2009 der Laden mit dem Tod seines Betreibers Joachim Seidl geschlossen wurde, stößt den Bürgern Harleshausens der Schandfleck, wie viele es nennen, auf: Das verwaiste Geschäft und auch der seitliche Bereich vor dem dazugehörigen ehemaligen Getränkemarkt am Wilhelmshöher Weg sind verschmutzt, verwahrlost und wenig einladend.

Schlimmer allerdings ist, dass mit der Schließung ein im Stadtteil zentral gelegener Nahversorger wegbrach - für die Anwohner gerade südlich der Ahnatalstraße, unter ihnen viele ältere Menschen ohne Auto, ein Problem. Sie mussten ausweichen auf weit entfernte Märkte an der Harleshäuser Straße und im Ortskern Harleshausen.

„Das ist sehr beschwerlich“, berichtet Ursula Hofeditz, „diese weiten Wege und mit den Einkäufen in den Bus“, klagt die 84-Jährige. „Damit ist hoffentlich Schluss, wenn hier was Neues aufmacht“, sagt sie.

Über die Jahre waren für die Immobilie verschiedene Optionen, ein Bioladen, Betreutes Wohnen und ein Pflegedienst, im Gespräch.

Die gesamte Inneneinrichtung des Ladens wurde bereits entsorgt, alles ist Baustelle, wo täglich gearbeitet und Material angeliefert wird. „Da werden sich die Leute aber freuen, wenn hier wieder ein Lebensmittelmarkt hinkommt“, ruft spontan Kai-Uwe Gleißner (47). „Ich werde hier bestimmt einkaufen“, freut sich der Paketdienstfahrer aus Kirchditmold.

Nahkauf ist im Gespräch

Wenn das Geschäft kommt, die Rede ist von einem Nahkauf, würde damit ja endlich die Lücke in der Nahversorgung hier geschlossen werden, erklärt Anliegerin Vera Klein (72). „Das wäre toll, ich freue mich“, sagt sie. Auch für ein Angebot an türkischen Lebensmitteln sei man offen.

Vera Klein und Ursula Hofeditz appellieren an die Bürger im Stadtteil, den neuen Laden zu nutzen. Dem Vernehmen nach soll er Ende dieses Jahres öffnen.

Von Sabine Oschmann

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