Sanierung des Merkurtempels hat 145.000 Euro gekostet

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Merkurtempel mit neuer Statue: Bildhauer Hermann Leber (von links), Ministerin Eva Kühne-Hörmann, Andrea Boeskens (DIG) und MHK-Direktor Bernd Küster.

Kassel. Über Jahrzehnte hat der Merkurtempel im Bergpark Wilhelmshöhe ein Schattendasein gefristet. Seit dem Zweiten Weltkrieg war der Tempel eine Ruine, die frühere Merkurfigur aus Blei wurde vermutlich eingeschmolzen.

Jetzt ist die Sanierung der Anlage zwischen Kaskadenrestaurant und Aquädukt abgeschlossen. „Das ist ein Schmuckstück geworden“, sagte gestern die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU). 145.000 Euro hat die Sanierung des Tempels gekostet.

Dazu gehörte auch der Auftrag für eine neue Merkurstatue. Der Nürnberger Bildhauer Prof. Hermann Leber hatte die Ausschreibung gewonnen. Er war gestern bei der feierlichen Eröffnung des Tempels dabei und bekam sehr viel Lob für seine Arbeit.

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Unter anderem von Andrea Boeskens, der Vizepräsidentin der Deutsch-Italienischen Gesellschaft (DIG). Sie überreichte einen Scheck in Höhe von 7200 Euro. Das Geld sei von den Mitgliedern gespendet worden. Boeskens war Mitglied in der Jury, die sich einstimmig für den Entwurf von Hermann Leber ausgesprochen hatte. Man habe keine zweitklassige Kopie einer historischen Merkurfigur gewollt, sondern sich bewusst für eine Arbeit aus dem 21. Jahrhundert entscheiden.

Wie das historische Vorbild ist der neue Merkur 1,50 Meter groß und steht auf einem Sandsteinsockel. Das Säulenrund des Tempels des Architekten Johann Conrad Bromeis wurde originalgetreu saniert und die im Krieg zerstörte Kuppel wieder hergestellt.

„Ich bin froh, dass wir mit Merkur jetzt eine zweite sehr gelungene Figur neben dem Herkules im Bergpark haben“, sagte Prof. Bernd Küster, der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Für die kleineren Sanierungsprojekte im Park seien zwei Millionen Euro eingeplant. (tos)

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