Fast Food aus Kanada und mehr

Neuer Pommes-Laden in Kassel: "Berts Friterie" bietet Spezialität "Poutine" an

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Vor den früheren Räumen der Fleischerei Löffler: Sebastian Lukasch (links) und Dirk Waldeck eröffnen dort in einigen Wochen Berts Friterie.

Kassel. Zwei Monate nach dem Ende der Metzgerei Löffler in der Kasseler Innenstadt steht ein neuer Laden in den Startlöchern: In "Berts Friterie" wird es Pommes geben - darunter eine Fast-Food-Spezialität aus Kanada.

Die Schließung der Metzgerei Löffler war das Ende einer Fleischer-Ära. Jetzt ist der zukünftige Mieter des Ladenlokals an der Kölnischen Straße bekannt. Plakate im Schaufenster werben: „Mitarbeiter gesucht für unser Fritnesscenter“. Mit Sport hat die neue Nutzung des Ladenlokals aber wenig zu tun.

Sebastian Lukasch und Dirk Waldeck eröffnen dort Berts Friterie. Das heißt: In Kassel gibt es bald "Poutine" – und das bedeutet nicht etwa, dass der russische Präsident mit gleichklingendem Namen zu Besuch kommt. Poutine ist eine Fast-Food-Spezialität aus Kanada, die man etwas verknappt als Pommes mit Bratensoße und Käse zusammenfassen kann. Die und auch die klassischen Fritten, wie man sie aus Belgien und Holland kennt, inklusive verschiedener Soßen, soll es ab dem Frühjahr in Berts Friterie geben. Varianten für Vegetarier und Veganer sind geplant. Aber auch der klassische Imbissbesucher komme mit Curry Wurst und Pommes auf seine Kosten.

„Wir waren in den vergangenen Jahren häufig zusammen in Belgien und Holland und da war es immer Pflicht, als erstes die klassischen Fritten zu essen“, sagt Sebastian Lukasch. Ein entsprechendes Angebot habe er in Kassel vermisst.

Die beiden Kasseler sind die Köpfe hinter dem Projekt. Sie sind beruflich in anderen Branchen tätig, und das soll auch so bleiben. Betriebsleiter der Friterie wird Waldecks Bruder Lars werden, der gelernter Bäcker ist.

Mit der Friterie erfüllen sich Lukasch und Waldeck einen lang gehegten Traum. Sie hätten schon mal etwas Ähnliches in Göttingen vorgehabt, das sei dann kurzfristig daran gescheitert, dass der Vermieter abgesprungen sei, erzählt Lukasch. In Kassel wollten die beiden unbedingt eine Immobilie in Toplage. Durch Zufall habe man mitbekommen, dass die Fleischerei Löffler schließt. „Da haben wir dann Kontakt aufgenommen und sind uns schnell einig geworden“, sagt Waldeck.

Jetzt stehen einige Umbauarbeiten an, Waldeck und Lukasch sind aber optimistisch, dass die Friterie im Frühsommer eröffnen kann. 20 Sitzplätze soll es im Restaurant geben. Weitere Plätze sind im Außenbereich geplant.

Das besondere an den Pommes wird sein, dass sie in einer speziellen Gasfritteuse gegart werden, sagen die Betreiber. Die Kartoffeln werden mit Schale zerteilt und dann in die Fritteuse gegeben. Anschließend müssen die Kartoffelstreifen ruhen, bevor sie dann deutlich kürzer als bei normalen Pommes ins Fett gegeben werden.

„Eine Poutine dauert dann nicht länger als ein guter Kaffee“, meint Lukasch. Preislich sollen die Gerichte zwischen vier und fünf Euro liegen.

Poutine kommt aus Kanada

Die Poutine ist in Kanada eine populäre Fastfood-Spezialität. Sie besteht aus Pommes, einer speziellen Käseart („Cheese curds“) und Bratensoße. Die Kartoffeln werden gröber geschnitten als normale Pommes und werden dann oft doppelt frittiert, wodurch die Außenseite knusprig ist, während das Innere weich bleibt und so mehr nach Kartoffel schmecken soll. Es gibt Varianten mit und ohne Schale. In Kanada wird Poutine auch bei Mc Donalds und Burger King angeboten. 

Originalbild aus Kanada: Poutine

Hier befindet sich der Laden:

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