Für das Grimm-Festival ist die Insel Siebenbergen im nächsten Jahr als Standort tabu

Neuer Spielort wird gesucht

Idyllischer Musical-Ort: Unser Foto zeigt die Bühne auf der Insel Siebenbergen, wo in diesem Jahr „Lost - Hänsel und Gretel“ gezeigt wurde. Foto: Malmus

Kassel. Mit der Bilanz des Grimmfestivals ist Organisator Peter Zypries zufrieden - allerdings ist noch nicht klar, ob und wie die Veranstaltung im kommenden Jahr stattfinden wird. Etwa 13 000 Besucher haben die Musical-Aufführungen auf der Insel Siebenbergen besucht, etwa 7000 Besucher waren bei den weiteren Veranstaltungen, die zum Grimm-Festival gehörten. Das waren insgesamt 1500 mehr als im vergangenen Jahr. Die Auslastung lag laut Zypries bei über 90 Prozent, und trotz des verregneten Sommers sei nur eine Veranstaltung ausgefallen.

40 000 Euro Pacht

Gute Aussichten eigentlich für eine Neuauflage - allerdings ist im kommenden Jahr documenta, und die Karlsaue ist als Spielort für die Weltkunstausstellung reserviert. Deshalb muss das Grimm-Festival nach vier Jahren auf der Insel Siebenbergen umziehen, berichtet Zypries.

Die Suche nach einem neuen Spielort laufe, möglicherweise sei der Park Schönfeld ein guter Standort. Im Botanischen Garten fanden bereits in diesem Jahr Festival-Veranstaltungen statt. Es sei aber noch nicht entschieden, ob das Grimm-Festival überhaupt fortgesetzt wird.

Neben der documenta im kommenden Jahr spricht aus Zypries’ Sicht noch ein weiterer Punkt gegen Siebenbergen als Spielort: In diesem Jahr habe die Museumslandschaft Hessen Kassel 40 000 Euro Pacht verlangt. „In den vergangenen vier Jahren haben wir insgesamt 150 000 Euro an die MHK gezahlt - die haben aber nichts davon in die Infrastruktur auf Siebenbergen gesteckt“, moniert Zypries. Die Zusammenarbeit mit den Gärtnern und weiteren Beschäftigten der MHK sei allerdings gut gewesen.

Insgesamt habe das Grimm-Festival in diesem Jahr ein Budget von 350 000 Euro gehabt. Sponsoren tragen davon 75 000 Euro, der Rest muss über Eintrittskarten eingespielt werden. Noch ist nicht abgerechnet: „Ich hoffe, dass wir mit einer schwarzen Null herausgehen“, sagt Zypries. (hai)

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