880 warten auf Wohnheimplatz

Kasseler Studentenrekord sorgt für Wohnungsnot

Kassel. Nie zuvor haben so viele Menschen an der Uni Kassel studiert wie ab diesem Wintersemester. Der Ansturm sorgt für Engpässe: Bei der Suche nach günstigem Wohnraum müssen sich die Studenten ins Umland orientieren und die Uni muss weiter externe Räume in Kirchen, Kinos und Klinikum anmieten.

Nach vorläufigem Stand sind es 22 765, die diese Woche ins neue Studienhalbjahr starten. Damit stieg die Zahl der Studenten in den vergangenen fünf Jahren um 26,5 Prozent.

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"Wir arbeiten an unserer Kapazitätsgrenze“, sagte Uni-Präsident Rolf-Dieter Postlep bei der Vorlage der Zahlen. Dass die Uni Kassel gefragt ist, zeigt die Bewerberzahl auf die 35 zulassungsbeschränkten NC-Fächer (Numerus Clausus). Auf 3248 Plätze in NC-Fächern gingen 26 329 Bewerbungen ein.

Den Zulauf spürt auch das Studentenwerk. Deren 1000 Wohnheimplätze sind ausgebucht. Es gibt 880 Bewerber, die auf einen frei werdenden Platz hoffen. Damit niemand auf der Straße sitzen muss, hat das Studentenwerk wieder Notbetten aufgestellt und Uni-Mitarbeiter haben sich bereit erklärt, Studenten für einige Tage aufzunehmen.

Die Studenten müssten bei der Wohnungssuche flexibel sein und auch umliegende Gemeinden wie Vellmar in Betracht ziehen, sagt Julia Thonfeld, stellvertretende Geschäftsführerin des Studentenwerks. (bal)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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