Stadtteilzentrum entsteht für eine Million Euro aus dem bisherigen Gemeindehaus

Neuer Treff fürs Wesertor

Öffnet sich zur Straße hin: Das neue Stadtteilzentrum an der Weserstraße erhält einen neuen Haupteingang an der Weserstraße. Bislang ist das Gemeindehaus nur vom Hof aus zugänglich. Skizze: Architekturbüro Sprengwerk

Wesertor. Das Wesertor bekommt ein neues Herz: Aus dem bisherigen Gemeindehaus der Neuen Brüderkirche entsteht für eine Million Euro das Stadtteilzentrum für das Wesertor. Der umfangreiche Umbau soll Anfang 2013 abgeschlossen sein. Träger der entstehenden Einrichtung sind das Diakonische Werk und das Kulturzentrum Schlachthof.

Das nötige Geld für das Projekt kommt zu 70 Prozent aus einem Bundesprogramm für energetische Sanierung. Allerdings muss dieses Geld nicht ausschließlich für die Einsparung von Wärme eingesetzt werden. Weitere 200 000 gibt die Stadt Kassel dazu und 100 000 Euro werden vom Stadtkirchenkreis getragen.

Konzeptionell sollen in dem neuen Stadtteiltreff zum einen bereits bestehende Angebote weiterhin stattfinden. Dazu gehören etwa Frauenfrühstück, Babytreff, Seniorenkreis, Suchthilfe, Sozialberatung, Bewerbertreff und die Kleiderecke.

Gastronomie mit Mittagstisch

Hinzu kommt eine ganztägig bewirtschaftete Gastronomie, die unter anderem einen günstigen Mittagstisch anbieten wird. Mit einem Beschäftigungsprojekt – wie es auf dem Gelände der evangelischen Gemeinde mit der Fahrrad- und Nähwerkstatt bereits zwei gibt – soll die Gastronomie betrieben werden. Zudem sind regelmäßig kulturelle Veranstaltungen geplant.

Die laufende Finanzierung des Stadtteiltreffs will die Stadt jährlich mit 50 000 Euro unterstützen. Außerdem sollen durch die Gastronomie sowie die Vermietung von Räumen, etwa auch für private Feiern, Einnahmen gewonnen werden.

Die baulichen Veränderungen zielen nur zum Teil auf die Einsparung von Heizwärme. So wird etwa die alte Gasanlage ausgebaut. Zukünftig wird das Gebäude durch Fernwärme versorgt. Auch werden alle Türen und Fester ausgetauscht.

Umgebaut werden aber auch die Kurs- und Beratungsräume. Zudem entsteht im Hofbereich ein Anbau, der die zwei derzeit noch getrennten Gebäudeteile verbindet. Der Haupteingang wird vom Innenhof an die Weserstraße verlegt. Um das Stadtteilzentrum sichtlich zu öffnen, gibt es eine große Fensterfront. Mit ebenerdigen Zugängen und einem Fahrstuhl wird das Gebäude behindertengerecht.

Auch der Platz auf dem Flachdach wird genutzt. Dort entsteht eine kleine Dachterrasse. Ein Jugendraum wird im Kellergeschoss eingerichtet, der über einen extra Eingang erreichbar ist.

Bei der Präsentation der Umbaupläne machten aber sowohl Kulturzentrum Schlachthof als auch das Diakonische Werk deutlich, dass sie noch offen für neue Ideen und Projekte seien, die das Zentrum beleben.

Baubeginn ist im Januar. Für die Zeit der Umbauarbeiten weichen die derzeit im Gemeindehaus stattfindenden Angebote auf andere Orte aus.

Von Bastian Ludwig

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