64 Fälle in Hessen

Neuer Vogelgrippe-Fall: Toter Mäusebussard in Wolfsanger gefunden

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Kassel. Ein toter Mäusebussard, der im Kasseler Stadtteil Wolfsanger gefunden wurde, hatte Vogelgrippe. Damit gibt es in Hessen jetzt 64 bestätigte Fälle.

Ein Mäusebussard, der Ende März in Kassel tot aufgefunden wurde, war mit dem Vogelgrippe-Virus infiziert, das hat das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut jetzt bestätigt. Zuvor hatte es bereits einen positiven Vorbefund des Hessischen Landeslabors gegeben.

Der tote Wildvogel war im Rotdornweg im Stadtteil Wolfsanger entdeckt worden. Im Umkreis von drei Kilometern befinden sich etwa 30 kleinere Geflügelbetriebe und Hobbyhaltungen. Sie müssen weiterhin die Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen. Ein Teil der Betriebe wurde bereits beim Fund eines infizierten Graureihers in den Fuldaauen im Stadtteil Wesertor Anfang März überprüft. Alle anderen werden im Laufe der nächsten Woche untersucht. Sperrzonen werden nicht eingerichtet.

Trotz des Fundes bleibt die Stallpflicht in Hessen weiterhin aufgehoben. Ausgenommen davon sind lediglich die definierten Risikogebieten in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen sowie die aufgrund von Vogelgrippefällen eingerichteten und noch bestehenden Sperrzonen.

Insgesamt hat das Landeslabor in Gießen seit Anfang November 2016 etwa 3600 Proben von Vögeln auf das Virus H5N8 untersucht. Damit gibt es seit Ausbruch der Vogelgrippe in Hessen nun 64 bestätigte Fälle des aktuellen Erregers. 

Wer einen toten Wildvogel - insbesondere Wasservögel und Greifvögel – im Stadtgebiet findet, sollte dies melden. Kontakt: Amt Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit, Tel. 0561/7873336 oder veterinaer@kassel.de. Vogelkadaver sollten aus hygienischen Gründen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Hunde von Tierkörpern möglichst ferngehalten.

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