Sparkassen-Versicherung investiert 13 Millionen Euro in Gebäudesanierung

So soll es werden: Die Sparkassen-Versicherung investiert 13 Millionen Euro in die Sanierung des Altbaus an der Kölnischen Straße 44/46 (Bildmitte). Computersimulation: HHS Architekten

Kassel. Rund um den Kulturbahnhof wird kräftig saniert. Nach der Kasseler Bank am Scheidemannplatz und dem Hotel Reiss wird jetzt auch der Altbau der Sparkassen-Versicherung (SV) an der Kölnischen Straße 44/46 zur Baustelle.

Das Versicherungsunternehmen investiert 13 Millionen Euro, um insgesamt 7500 Quadratmeter Fläche in moderne und hochwertige Büroarbeitsplätze zu verwandeln. Mitte 2012 soll alles fertig sein.

Das Haus der ehemaligen Hessischen Brandversicherungsanstalt wurde in den 1930er-Jahren erbaut, im Krieg teilweise zerstört, danach wieder aufgebaut und in den 1950er-Jahren erweitert. Besonders die Haustechnik ist in die Jahre gekommen. Alles wird erneuert, dazu wird die Fassade gedämmt, neue Fenster werden eingesetzt, die Heizungsanlage erneuert und ein zentraler Fahrstuhl eingebaut. Energie zu sparen, sei das Hauptziel, sagt Architekt Gerhard Greiner vom Kasseler Büro Hegger, Hegger, Schleiff (HHS).

Die Investition sei auch ein Bekenntnis zum Standort Kassel, erklärt SV-Vorstandsmitglied Dr. Klaus Zehner. Die Verbundenheit zu Nordhessen zeige sich auch darin, dass 90 Prozent der mit den Sanierungsarbeiten beauftragten Unternehmen aus der Region kommen. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) sieht die Investition als wichtigen Baustein der Stadtentwicklung im Bahnhofsviertel. „Die Sparkassen-Familie bewirkt viel Positives“, sagt Hilgen.

So sieht es heute aus: Das SV-Gebäude an der Kölnischen Straße ist bereits Baustelle, an der Fassade steht ein Gerüst. Foto: Koch

Das Gebäude wird ein neues Gesicht bekommen, weil das alte Walmdach abgerissen und durch ein neues Staffelgeschoss ersetzt wird. Dort oben soll Kassels schönste Mitarbeiterkantine mit grandiosem Blick über die katholische Kirche St. Familia hinweg in Richtung Süden entstehen, kündigt SV-Projektleiter Karl-Heinz Siegle an. Im Keller, wo sich derzeit der Speisesaal befindet, ist dann Platz für einen großzügigen Sportbereich. Die Aktivitäten der Betriebssportgruppen sollen ausgebaut werden.

Der Eingangsbereich wird vergrößert, es soll eine großzügige, lichtdurchflutete Eingangshalle entstehen. Eine Rampe entlang der Fassade ermöglicht den Zugang zum Gebäude ohne Treppenstufen. Saniert wird in zwei Abschnitten. Die Mitarbeiter werden für die Dauer der Arbeiten jeweils in Ausweichquartieren in der Nähe untergebracht. Nach dem Abschluss der Arbeiten am Altbau soll in den Jahren 2013/2014 auch das benachbarte Bürohochhaus saniert werden – gemeinsam mit dem Miteigentümer, der Kommunalen Versorgungskasse.

Von Jörg Steinbach

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