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Neues Haus der Sozialwirtschaft öffnet

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Von: Christina Hein

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Adresse mitten in der City: An der Treppenstraße 4 entsteht das neue Haus für Sozialwirtschaft, unter anderem mit dem AKGG, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und Selbsthilfegruppen, die zum 1. Januar einziehen werden.

Kassel. Von der Einmaligkeit dieses großen Vorhabens sind alle Beteiligten, allen voran Oberbürgermeister Christian Geselle, fest überzeugt: Ein Haus der Sozialwirtschaft, in dem soziale Organisationen, Vereine, Selbsthilfegruppen und Initiativen unter einem Dach arbeiten.

Sie können gemeinsam Ressourcen nutzen und sich vernetzen, „das gibt’s bisher an keinem Ort in Deutschland“, sagt Rose-Maria Hamacher, Regionalgeschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsververbands Kassel.

Standort ist das Haus Treppenstraße 4 – daher der neue Name „Treppe 4“, in dem im Erdgeschoss die Barmer Krankenkasse beheimatet ist. Auf die darüber liegenden fünf Etagen werden einziehen: die Geschäftsstelle des Paritätischen in Nordhessen, die Jugendhilfe Kassel, Geschäftsräume des Arbeitskreises gemeindenahe Gesundheitsversorgung (AKGG), das Beratungszentrum mit türkischer Beratungsstelle, Kiss, die Kontakt - und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen, das Freiwilligenzentrum Kassel und einige Supervisoren-Gemeinschaftspraxen.

Hauptmieter und Koordinator ist der AKGG. „Mit weiteren spannenden Partnern sind wir im Gespräch“, sagt AKGG-Geschäftsführer Sören Link. Zum Selbstkostenpreis, der bei rund 20 Euro pro Quadratmeter liegt (inklusive Rezeption, Reinigung, IT-Service und anderen Infrastrukturelementen), werden die Räume vom AKGG untervermietet. Das Gesundheitsamt hat eine Etage für die Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach von Kiss gemietet.

Zurzeit werden die letzten Umbauarbeiten erledigt, der Umzug findet im Dezember statt, und mit Jahresbeginn soll das neue Zentrum für soziale Organisationen dann seinen Betrieb aufnehmen.

Das Gebäude verfügt über 2500 Quadratmeter Fläche. Davon entfallen 300 Quadratmeter auf das Tagungszentrum, auf Gemeinschaftsflächen, für Empfang und mehr stehen 150 Quadratmeter zur Verfügung sowie für Büros, Beratung und Betreuung 2050 Quadratmeter. Unterstützung bei der Entwicklung des Projekts gab es von der Wirtschaftsförderung Region Kassel; Geschäftsführer Kai Wittrock: „Es ist gut, dass sich das Haus der Sozialwirtschaft mitten in der Stadt befindet.“ Auch Oberbürgermeister Christian Geselle ist vom ressourcenschonenden Konzept überzeugt: „Das Projekt Treppe 4 ist zukunftsweisend und unterstützenswert.“ Viele Räume wie das Tagungszentrum mit vier Konferenzräumen, Lounge sowie dem Empfangs- und Info-Bereich stehen allen Mietern zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit dem Science Park in Kassel ist geplant, eine neue Art von Gründerzentrum für soziale Organisationen, Vereine und Initiativen zu eröffnen, so Link: Mit individueller Beratung werden die Ideenentwickler durch das Netzwerk von Wohlfahrtsverbänden und Trägern der sozialen Arbeit bei der Umsetzung, Förderung und Nachhaltigkeit unterstützt. Aus Ideen sollen durch das „Social Lab“ Unternehmungen werden.

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