Stuttgarter Architekturbüro hat neues Studentenwohnheim und Kita auf Uni-Campus Nord entworfen

Studentenwohnheim und Kita auf Uni-Campus Nord: Bald kommen die Bagger

+
Lichtdurchflutet: Das Architekturbüro „berger röcker architekten“ aus Stuttgart erhielt den ersten Preis für seinen Entwurf des neuen Studentenwohnheims und Kinderhauses (links) an der Gottschalkstraße.

Kassel. Im nächsten Jahr wird mit dem Bau eines Wohnheims für 150 Studenten und einer Kindertagesstätte mit 65 Plätzen an der Gottschalkstraße begonnen. Im Wohnheim auf dem neuen Campus Nord sollen 112 Einzelapartments entstehen.

Weitere 38 Plätze werden in 19 Doppelapartments angelegt, die eine flexible Raumgestaltung für Familien mit Kindern zulassen.

Das Land engagiert sich bei dem Vorhaben, indem es das Grundstück zur Verfügung stellt. Die Kosten für die Kita belaufen sich auf 2,6 Mio. Euro. 1,7 Mio. Euro stellt das Land aus seinem Hochschulbau-Investitionsprogramm zur Verfügung, der andere Teil kommt aus anderen Geldtöpfen. Das Studentenwerk will den Bau des Wohnheims aus eigener Kraft stemmen. Eine konkrete Summe ist noch nicht bekannt.

Funktional und dennoch ästhetisch mit einer offen gestalteten Erdgeschosszone: So soll das neue Studentenwohnheim aussehen. Eine Jury hat sich kürzlich bei einem Wettbewerb zur Realisierung des Wohnheims und der Kita für den Entwurf des Architekturbüros „berger röcker architekten“ aus Stuttgart entschieden.

Vier Auszeichnungen

Unter 18 eingereichten Entwürfen waren vier ausgezeichnet worden. Den dritten Preis erhielten die „Baufrösche“ aus Kassel, und einen Anerkennungspreis gab es für HHS Planer+Architekten AG Hegger Hegger Schleiff aus Kassel. Das Stuttgarter Büro hatte den ersten Preis bekommen.

Überzeugend war für die Jury bei dem Entwurf die gelungene Verknüpfung von Innen- und Außenraum. Das galt auch für die Kita mit ihrer terrassenförmigen Gestaltung. Dem Wohnheim vorgelagert sind Lauben, die von den künftigen Bewohnern sicherlich gerne genutzt werden. Christina Walz, Geschäftsführerin des Studentwerks Kassel, sieht erhebliche Vorteile für die Studenten: Mitten auf dem Campus preiswert zu wohnen, den Nachwuchs in einem Kinderhaus gut betreut zu wissen und das alles in direkter Nachbarschaft zu Hörsaal, Bibliothek und Mensa, das werde den Studienalltag erleichtern.

Entwürfe im Technikmuseum

Der geplante Neubau werde die Attraktivität der Uni Kassel steigern, sagt Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. Denn beim Wettbewerb um den wissenschaftlichen Nachwuchs entschieden

zunehmend auch Faktoren wie Wohnraum, Erreichbarkeit der Institute und Kinderbetreuung. Unipräsident Prof. Rolf-Dieter Postlep sieht den Vorteil darin, dass sich die Zahl junger Menschen, die auf dem Campus leben, deutlich steigert.

Bis Mittwoch, 8. Juni, sind die Architekten-Entwürfe täglich von 11 bis 17 Uhr im Technik-Museum an der Wolfhager Straße 109 in Kassel zu sehen.

Von Beate Eder

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.