Umbauarbeiten für Hochhaus an Goethestraße laufen auf Hochtouren – Im Juli zieht die Diakonie-Station ein

Neues Zuhause für Senioren

Alles nach Plan: Christian Wedler, zuständig bei der GWH für den Neubau (von links), Martin Müller, Joachim Lohse und Stefan Bürger sind zuversichtlich, dass die Sanierung des Hauses Goethestraße 15 rechtzeitig abgeschlossen wird. Foto: Schachtschneider

vorderer westen. Das markante Gebäude Goethestraße 15, eines der ältesten Hochhäuser Kassels, wird derzeit zu einem Haus für Senioren umgebaut - die Arbeiten laufen seit April. Im Herbst sollen die ersten Mieter dort ihre Heimat finden, die Diakonie-Station der evangelischen Kirche wird bereits zum 1. Juli ins Erdgeschoss einziehen.

Im Alter in bezahlbaren, neu hergerichteten barrierearmen Wohnungen leben, angebunden an die Innenstadt und abgesichert durch einen im Haus ansässigen Pflegestützpunkt - dieses Projekt haben die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) und die Diakoniestation gemeinsam auf den Weg gebracht.

72 Mietwohnungen

Insgesamt 72 Mietwohnungen mit 1,5 bis 3 Zimmern werden derzeit für Senioren umgebaut, erläuterte Stefan Bürger, Leiter der GWH-Geschäftsstelle, anlässlich einer Pressekonferenz. Die Miete für eine zum Beispiel 33 Quadratmeter große Wohnung soll 280 Euro, für 58 Quadratmeter 385 Euro betragen.

Die Menschen sollen möglichst lange selbstständig leben, können jedoch jederzeit auf die breit gefächerten Pflegeangebote der Diakonie-Station, aber auch auf jeden anderen Anbieter zurückgreifen, erklärte der Geschäftsführer der Diakonie-Stationen Kassel Martin Müller. Es gebe keine Betreuungspauschale, man zahle nur, was man in Anspruch nehme, betonte Müller. Im Erdgeschoss, der sogenannten Service-Etage, soll es neben der Diakonie-Station noch einen Gemeinschaftsraum mit Terrasse geben. Außerdem stehen ein Hausmeister und ein GWH-Vertreter als Ansprechpartner zur Verfügung.

Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse erklärte, das Wohnprojekt, das übrigens „Goethe sen 15“ heißt, entspreche genau den Erfordernissen des demografischen Wandels. Es gebe immer mehr Singles und bei den Älteren inzwischen einen Trend „zurück in die Stadt“, erklärte Lohse.

Goethe sen 15 solle fließende Übergänge von der Selbstständigkeit bis zur Pflegebedürftigkeit und auch den unteren Einkommensschichten barrierearmes Wohnen ermöglichen, war man sich einig. Die GWH wolle ihre Senioren-Mieterschaft nach und nach aufbauen, so, wie es sich nach der natürlichen Fluktuation ergibt, sagte Bürger.

Die Initiatoren setzen darauf, dass sich eine Hausgemeinschaft bildet und sich das

Haus dem Stadtteil öffnet.

Von Sabine Oschmann

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