Neue Skaterhalle auf dem Henschelgelände

Skater in Aktion: Matthias Weiland zeigt, wie man die Rampen nutzen kann. Foto: Göbel

Kassel. Seit Mai 2011 war die Kasseler Skaterszene obdachlos. Viele Skateboardfahrer begnügten sich in dieser Zeit mit den Flächen vor der Stadthalle und am Scheidemann-Platz. Das ist bald Vergangenheit.

Ab April kann in der neu geschaffenen „Kesselschmiede“ auf dem Henschelgelände an der Brandaustraße in Rothenditmold auch bei tristem Wetter geskatet werden. Zur Eröffnung am Samstag, 31. März, ab 14 Uhr, laden die Skater zum Tag der offenen Tür ein.

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Das besondere an der Halle ist, dass sie von Jugendlichen unter Anleitung von Handwerkern gebaut wurde, sagt Matthias Weiland vom Skateboardverein Mr. Wilson. Zusammen mit dem Verein zur Förderung urbaner Jugendkultur Cluster e.V. betreiben sie die neue Halle, in der nicht nur geskatet werden soll.

„Im Foyer haben wir einen Treffpunkt geschaffen, wo man Billard spielen und sich mit Getränken versorgen kann“, sagt Weiland. Außerdem ist der Unity Shop mit in die Halle gezogen. Dort können sich Graffiti-Maler mit Künstlerbedarf und Markern versorgen.

Beim Eröffnungstag gibt es einen Rundgang durch die Halle. Ab 15.30 Uhr wird der Skaterbereich freigegeben und die Rampen dürfen befahren werden. Am Abend legt das Kasseler DJ-Urgestein Phonky Vogelfutter einen Mix aus Rapmusik, Funk und Soul auf.

Fotos: Das ist die neue Skaterhalle

Endlich fertig: Das ist die neue Skaterhalle in Rothenditmold

Neben dem Skaterbetrieb wollen Mr. Wilson und der Cluster e.V. verschiedene Projekte für Jugendliche anbieten. Dazu gehört zum Beispiel das Kesselschmiedemagazin, das vom Cluster e.V. herausgegeben wird. Jugendliche berichten darin über Veranstaltungen und Themen, die Rothenditmold betreffen.

Noch nicht genau geplant ist ein Kunstprojekt, dass parallel zur documeta 13 laufen soll. Skateboarder aus verschiedenen Ländern hätten ihr Interesse bekundet, teilzunehmen, verrät Weiland.

Infos zum Verein und zu Öffnungszeiten gibt es auf www.mister-wilson.de

Als Zeichen, wie viel Arbeit in der Halle steckt, wird am Eröffnungstag das Holzbrett versteigert, das in der Bauphase als Unterlage für die Kappsäge herhalten musste. Dadurch ist ein einzigartiges Muster entstanden. Der Erlös kommt der Vereinsarbeit zugute. Die Öffnungszeiten der Kesselschmiede stehen noch nicht fest. „Wir halten die Menschen aber auf unserer Internetseite auf dem Laufenden“ sagt Weiland.

Für den Hallenausbau erhielten die Skater eine Förderung von 120.000 Euro aus dem Bundesprogramm Jugend belebt Leerstand. Für Material und Ausbau wurden 80 000 Euro ausgegeben, sagt Weiland. Die Kosten für Hallenmiete und Strom sollen durch Eintrittsgeld für den Skaterbereich und durch den Getränkeverkauf finanziert werden.

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