Gastronomie in kunstvollem Ambiente

Neuheit auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt: Eine Hütte voller Grimm

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Umgeben von Kunstwerken aus dem Atelier Ali Schindehüttes: In der Grimms-Hütte kann man bei wohligem Kaminfeuer stilvoll-gemütlich einkehren. Unser Foto zeigt das Wohltätigkeits-Dinner für die Märchenwache.  

Die Grimms-Hütte erlebt auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt eine glänzende Premiere. An den Wänden hängt echte Kunst. Aufgetischt wird von Christoph Brand von den Fliegenden Köchen. 

Sowas hat es noch nicht gegeben: heimeliger Hütten-Charme mit echter Kunst an den Holzwänden. In dieser Hütte ist viel Grimm drin. Und eine Menge Kunst gibt es obendrauf. Man kann dort gut essen und trinken, und außerdem warten ein paar märchenhafte Überraschungen. Dass man bei flackerndem Kaminfeuer und auf Holzbänken (mit weicher Sitzunterlage) leicht in gemütliche, festliche Stimmung gerät, versteht sich fast von selbst.

Die Kasseler Initiatoren Marc Schöne und Björn Most haben sich ein stilvolles Konzept ausgedacht und dafür interessante Mitstreiter und Kooperationspartner gewonnen. Allen voran den Hamburger Künstler mit nordhessischen Wurzeln: Ali Schindehütte.

Schindehütte hatte 1997 in seinem Heimatort Breitenbach die Schauenburger Märchenwache aus der Taufe gehoben. Er ist für seine Drucke, Zeichnungen und Aquarelle bekannt, von denen viele ein Grimmsches Motiv abbilden.

„Wir wollten für den Märchenweihnachtsmarkt etwas mit echtem Grimm-Bezug schaffen“, sagt Marc Schöne von der Agentur sxces Communication. Über die spontane Zusage des großen Meisters Schindehütte habe er sich sehr gefreut. Schindehütte hat die geräumige Location (64 Sitzplätze), die in Österreich entworfen und maßangefertigt worden ist, mit 70 Kunstwerken ausgestattet. Dadurch wirkt sie wohnlich und privat.

Auch die Glühwein-Becher tragen von Schindehütte gestaltete Märchenmotive: vom Froschkönig bis zum Rotkäppchen, das in Schindehüttes Interpretation dem Wolf eine lange Nase dreht. Sie können als limitierte Edition für 7,99 Euro pro Stück gekauft werden. „Wir hatten kurz überlegt, ob wir den Ort Schindehütte nennen“, sagt Schöne und lacht. Aber Ali habe dankend abgelehnt. 

Archiv-Video: Die Eisrutsche ist eine Attraktion des Kasseler Weihnachtsmarktes 2018

Auf der Suche nach „ausgezeichneter Gastronomie“, so Schöne, sei die Wahl auf Christoph Brand von den Fliegenden Köchen gefallen. Aus seinen Kochtöpfen können sich die Gäste der Grimms-Hütte beispielsweise an Kartoffelsüppchen mit Erbsen, Linsen und Speck laben, an „Rindfleischsalat meets Prinzessin auf der Erbse“ oder an Matjes-Birne, Bohne und Speck. Sämtliche Menüs gibt es auch vegetarisch und laktosefrei. 

Neben der ahlen Wurscht kommen viele weitere Lebensmittel aus der Region. Ab 5 Euro kann man sich an einer Kartoffelsuppe wärmen, und 3 Euro kostet draußen ein Glühwein. Wer sich mehr Zeit zum Essen nimmt, kann auch ein Grimms-Menü für 39 Euro wählen. Als „perfekter Gastgeber“ und Impressario sorgt Frank Marth für die Gastronomie. Sein Talent hat er in der Grimms-Hütte zuletzt bei einem Charity-Dinner mit Versteigerung eines Schindehütte-Kunstwerks bewiesen. Am Ende kamen über 4000 Euro zugunsten der Schauenburger Märchenwache zusammen.

Zur Besonderheit der Grimms-Hütte gehört ihr Nachhaltigkeitskonzept: „Bei uns finden sie kein Plastik“, sagt Schöne. Die Suppen werden aus Porzellan, im Außenbereich aus Zuckerrohrschalen gelöffelt. Wer in der Hütte essen möchte, sollte reservieren: www.grimms-kassel.de

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