Thema bei Bürgerversammlung

Abbiegeverbot auf Frankfurter Straße: Weiße Linie soll weg

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Gefährliches Parken: Seitdem die Stadt Kassel eine weiße durchgezogene Linie auf die Frankfurter Straße gezogen hat, um das Linksabbiegen in die Usbeckstraße zu verbieten, ist es auf der Fahrbahn sehr eng geworden,

Niederzwehren. Seit Ende Februar dieses Jahres ist es definitiv verboten: Das Linksabbiegen von der Frankfurter Straße in die Usbeckstraße im Stadtteil Niederzwehren. Die Stadt Kassel ließ vor fünf Monaten extra eine Trennlinie zwischen Tramgleiskörper und Fahrbahn aufmalen.

Bis dahin hatte es nämlich unterschiedliche Ansichten darüber gegeben, ob das Linksabbiegen von der Frankfurter Straße in die Usbeckstraße erlaubt ist.

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Der Ortsbeirat und verschiedene Anwohner wollen sich mit der neuen Situation nicht abfinden. Ortsvorsteher Harald Böttger (SPD) und Ortsbeiratsmitglied Gerhard Rinder (CDU) fordern, dass die durchgezogene Linie entfernt und das Linksabbiegen wieder erlaubt wird. Das wollten auch viele Geschäftsleute und Bewohner des Quartiers zwischen Usbeckstraße und Leuschnerstraße, um unnötige Umwege zu vermeiden, sagt Böttger. „Die Frankfurter Straße muss an der Usbeckstraße wieder so geöffnet werden, wie in den anderen Teilen Niederzwehrens. Am besten mit einer Ampelanlage, die das Linksabbiegen in allen Richtungen ermöglicht.“

Denn der Knotenpunkt an der Kreuzung Leuschnerstraße sei bereits restlos überlastet. Da dort auch Stauraum fehle, kämen pro Grünphase nur drei bis vier Linksabbieger über die Kreuzung. Stattdessen fahren viele Autofahrer über die privaten Parkplätze des Penny-Marktes und der dm-Drogerie, um in das Wohnquartier an den Straßen An der Kurhessenhalle und Leimbornstraße zu gelangen. Das sei allerdings auch verboten. „Die Stadt freut sich aber sogar über diese Entlastung, anstatt selbst einen öffentlichen Weg zu schaffen“, sagt Rinder. Viele Verkehrsteilnehmer ignorierten aber auch das Linksabbiegeverbot an der Usbeckstraße, weil sie keinen Sinn darin sehen würden.

Auch Unternehmer Uwe Keßler, der zwischen der Korbacher Straße und Usbeckstraße eine Glaserei hat, kann das Linksabbiegeverbot nicht nachvollziehen. „Ich sehe es nur als Behinderung an.“

Andere Geschäftsleute in seiner Nachbarschaft beklagen, dass durch die weiße durchgezogene Linie die beiden Fahrbahnen verengt worden sind. Dadurch gebe es auch weniger Platz in den Parkbuchten. Viele Kunden würden es mittlerweile als gefährlich empfinden, vor diesen Geschäften zu parken, sagt Rinder. Sie führen dann weiter zur Konkurrenz, wo mehr Platz zum Parken ist.

Heute Abend soll das Problem auch bei der Bürgerversammlung in Niederzwehren thematisiert werden, an der Oberbürgermeister Bertram Hilgen sowie die anderen hauptamtlichen Mitglieder des Magistrats teilnehmen.

Die Bürgerversammlung findet am Mittwoch, 16. Juli, ab 19.30 Uhr in der Matthäuskirche, Am Fronhof 3, statt.

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