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Alter Magazinhof: Gewerbe drinnen, neue Wohnhäuser daneben

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Getreidelager sollen nach Vorbild der Speicherstadt Münster umgebaut werden: Hier sollen Gewerbeflächen entstehen. Archivfoto: Koch
Getreidelager sollen nach Vorbild der Speicherstadt Münster umgebaut werden: Hier sollen Gewerbeflächen entstehen. Archivfoto: Koch

Niederzwehren. Der neue Eigentümer des alten Getreidelagers Magazinhof plant, die historischen Gebäude gewerblich zu nutzen. Außerdem prüft er, ob auf der freien Fläche daneben Wohnhäuser gebaut werden können.

Noch in diesem Jahr soll gemeinsam mit der Stadt Kassel der Bebauungsplan für den Magazinhof in Niederzwehren auf den Weg gebracht werden, sagt Niko Rotschedl, Geschäftsführer der Beethovengruppe aus Würzburg. Das Unternehmen, das auf Konversionsflächen und Wiederbelebung von großen Denkmalimmobilien spezialisiert ist, hat das ehemalige Getreidelager der Wehrmacht im Frühjahr vergangenen Jahres von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft.

Lexikonwissen:

Der Magazinhof im Regiowiki

Kürzlich habe man wieder einen Termin mit der Stadt Kassel vor Ort gehabt, um die künftige Nutzung des Areals abzustimmen. „Wir setzen auf eine gewerbliche Nutzung im Bestand“, sagt Rotschedl. Die früheren Silos sollen demnach so umgebaut werden, dass sie zum Beispiel als Büro- und Archivflächen sowie als Veranstaltungsräume genutzt werden können, sagt Rotschedl. Als Vorbild dient die Speicherstadt Münster. Bis 2011 wurde dort das frühere Heeresverpflegungshauptamt für eine zivile Nutzung umgebaut. „Wir arbeiten hier in Kassel mit denselben Architekten wie in Münster“, sagt Rotschedl.

Die Beethovengruppe wolle den Magazinhof nach dem Umbau nicht verkaufen, sondern die Flächen vermieten. Bislang gebe es aber noch keine konkreten Interessenten für die Räumlichkeiten, sagt der Geschäftsführer.

Zudem prüfe man weiterhin, ob eine Wohnbebauung auf der freien Fläche des Areals entlang der Bahnstrecke möglich ist. Die Deutsche Bahn habe eine Lärmauswertung zur Verfügung gestellt. Anhand dieser Ergebnisse schaue man nun, ob aktive Lärmschutzmaßnahmen wie eine Wand oder ein Wall für eine Bebauung erforderlich seien, sagt Rotschedl. Eventuell reichten auch passive Maßnahmen, wie zum Beispiel die Anordnung der Grundstücke, als Lärmschutz aus.

Der Planungsstand Magazinhof ist auch Thema bei der nächsten Sitzung des Ortsbeirates am Dienstag, 12. April, 19 Uhr, in der Cafeteria des Awo-Altenzentrums, Am Wehrturm 3.

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