Unterkunft für knapp 200 Menschen

Graf-Haeseler-Kaserne: Blick in neues Flüchtlingsheim

Alles ist vorbereitet: Yasemin Eren und ihre Tochter Helin (7 Jahre) sowie Azra Smajic (hinten) schauen sich in einem der Wohnräume um. Foto:  Malmus

Kassel. Bereits ab Mittwoch könnten die ersten Menschen im neuen Flüchtlingswohnheim auf dem Gelände der früheren Graf-Haeseler-Kaserne (Niederzwehren) einziehen.

„Es ist alles vorbereitet“, sagt Mario Neumann vom Kasseler Sozialamt. Zusammen mit vielen anderen Besuchern war er am Wochenende beim Tag der offenen Tür in dem komplett sanierten ehemaligen Bundeswehrgebäude.

„Das sieht alles sehr ansprechend aus“, sagt Heike Tropper, die in Oberzwehren wohnt und sich am Sonntag über die Einrichtung informieren wollte. Besonderen Wert habe man darauf gelegt, dass es für jedes Zimmer ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette gebe, sagt Erdal Eren, der mit seiner Immobilienfirma das Haus saniert hat. In anderen Sammelunterkünften gebe es oft nur Gemeinschaftsbäder auf dem Gang. Er rechnet damit, dass schon bald die ersten zehn bis 15 Flüchtlinge aus einem der Krisengebiete von Syrien bis Somalia nach Kassel kommen. Insgesamt hat die Unterkunft Platz für 195 Menschen. Für eine Erstausstattung mit Töpfen, Pfannen, Bettwäsche und Handtüchern haben die Betreiber in Absprache mit der Stadt Kassel gesorgt. Als neuer Sozialdezernent hat sich Christian Geselle (SPD) selbst ein Bild von der Einrichtung gemacht.

Es gab bereits einige Anfragen von Kasseler Bürgern, die gern mit Sachspenden helfen wollen. „Wir werden alle Hilfsangebote bündeln und die Spenden dann auf die verschiedenen Einrichtungen verteilen“, sagt Hausleiter Mario Rosner. Auch im Druseltal, im ehemaligen Kinderkrankenhaus Park Schönfeld und in der Jägerkaserne gebe es Menschen, die Unterstützung brauchen. Für die Idee, die Einrichtung mit einem Tag der offenen Tür vorzustellen, gab es viel Lob. So baue man Ängste und mögliche Vorurteile ab.

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