Gericht muss nun entscheiden

Schließung? Bordell in Niederzwehren klagt gegen die Stadt

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Bordell in Niederzwehren: Die Immobilie an der Leuschnerstraße ist nach Angaben der Nachbarn rund zwei Jahre lang umgebaut und im März als „Villa Kassel“ eröffnet worden. Die Stadt Kassel hat jetzt ein Verfahren eingeleitet, um die Prostitution im Wohngebiet zu stoppen.

Der Betreiber des Bordells „Villa Kassel“ an der Leuschnerstraße hat Klage gegen die baurechtliche Nutzungsuntersagung seines Betriebs durch die Stadt eingelegt.

Das teilte Matthias Spillner, Pressesprecher des Verwaltungsgericht (VG) Kassel, am Mittwoch mit. Es handele sich allerdings um keinen Eilantrag, der beschleunigt behandelt werden müsse, sondern um ein normales Klageverfahren.

Aus rechtlicher Sicht müsse das Bordell in Niederzwehren bereits geschlossen sein, denn die Stadt hatte eine Nutzungsuntersagung mit Sofortvollzug verfügt. Sollte der Bordellbetrieb trotzdem weitergehen, für den Fall hatte die Stadt ein Zwangsgeld in Höhe von 2500 Euro angedroht.

Im Internet wirbt die „Villa Kassel“ allerdings weiterhin für die Dienste von Wiki, Lisa, Sonja und Kathlyn. Dort heißt es: „Im Stil der Jahrhundertwende erleben Sie in der Villa Kassel eine märchenhafte Atmosphäre, die Ihre intimsten Wünsche und Träume wahr werden lässt.“

Das Bordell war am 16. März dieses Jahres in einem Wohnhaus eröffnet worden, nachdem es offenbar aufwändig umgebaut worden war. Mehrere Anwohner hatten sich über die Prostitution in ihrer Nachbarschaft bei der Stadt beschwert.

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