Halle öffnet nach Corona-Pause mit neuen Betreibern

Der Ball rollt wieder: Soccerhalle in Niederzwehren in neuen Händen

Sie kümmern sich um den Betrieb vor Ort: Cihan Kaplan (links) und Selim Nebilir in der Laola Soccerhalle in Niederzwerhen. Seit Oktober ist wieder täglich geöffnet.
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Sie kümmern sich um den Betrieb vor Ort: Cihan Kaplan (links) und Selim Nebilir in der Laola Soccerhalle in Niederzwerhen. Seit Oktober ist wieder täglich geöffnet.

Im Volksmund hieß der Kicker-Treff in Niederzwehren schon lange Laola-Halle. Nun heißt die Fußballhalle auch offiziell „Laola Soccerhalle“. Seit 1. Oktober ist diese in neuen Händen und nach der Corona-Pause wieder regelmäßig geöffnet.

Kassel - Ex-Bundesligaprofi Mirko Dickhaut hat die Anlage an der Dittershäuser Straße an Jens Krug, Mesut Kablan und Zihni Öztürk verkauft. Unter den neuen Eigentümern soll sich einiges ändern, aber auch vieles gleich bleiben.

Wer in den vergangenen Monaten versucht hat, in der Fußballhalle einen Platz zu buchen, hatte das Nachsehen. Wegen Corona war der Betrieb bis in den September hinein geschlossen. Seit zwei Wochen gibt es nun wieder Leben in der knapp 2500 Quadratmeter großen Halle mit ihren vier Spielfeldern. Für Nutzer gilt die 3G-Regel.

Zwar fehle noch eine Internetseite – die alte ist abgeschaltet und eine neue in Arbeit – aber auf Instagram sei man bereits präsent, so Miteigentümer Jens Krug. Zumindest die alte Telefonnummer haben die neuen Betreiber übernehmen können.

„Wir wollen den Hallenbetrieb optimieren“, sagt Krug. Ein Experte für Kunstrasen habe bereits die Plätze in Augenschein genommen. Diese könnten noch zwei, drei Jahre bespielt werden – allerdings seien kosmetische Reparaturen nötig. Dies werde man angehen. „Es gibt auf jeden Fall Sanierungsbedarf“, so der neue Miteigentümer. Ein Gutachter habe sich die Anlage angesehen.

Was langfristig mit der Immobilie geschieht, ist noch offen.  Eine Umnutzung des Areals stehe in den nächsten zwei, drei Jahren nicht an, sagte Käufer und Architekt Krug. Gemeinsam mit Kablan und Öztürk hat er die Immobilie laut eigener Angabe für 1,1 Millionen Euro erworben. „Wir wissen noch nicht, wo die Reise hingeht. Das hängt natürlich auch von den Nutzerzahlen der Halle ab“, sagt Krug. Er selbst sei dem Fußball verbunden, habe häufig in der Halle gespielt.

Dennoch haben die neuen Eigentümer nach Auskunft der Stadt bereits eine Bauvoranfrage gestellt, um auszuloten, welche anderen Nutzungen auf dem Areal möglich sind. Für eine Wohnbebauung müsste zunächst ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Derzeit sind auf der Fläche nur gewerbliche Nutzungen möglich. Es wäre ein mehrmonatiges Planungsverfahren nötig, um etwa Wohnungen zu realisieren.

Zunächst wollen sich die neuen Eigentümer aber ohnehin auf den Betrieb der Halle konzentrieren. Die Buchungen hätten sich in kurzer Zeit gut entwickelt. Krug schließt deshalb auch nicht aus, dass die Halle auch langfristig erhalten bleibt.

Blick zurück: 1995 wurde die heutige Soccerhalle als Tennishalle eröffnet. 2002 folgte der Verkauf an Ex-Fußballprofi Mirko Dickhaut, der die Immobilie umbaute.

Wegen der gestiegenen Energiekosten werden die neuen Betreiber die Preise ab November aber leicht anheben. Statt 50 Euro pro Stunde und Platz werden künftig 59 Euro fällig. „Mirko Dickhaut hatte seine Preise jahrelang kaum angepasst“, so Krug.

Bevor der Ex-Fußballprofi die Halle 2002 erworben und umgebaut hatte, wurde sie sieben Jahre lang als Tennishalle genutzt. Als solche war sie 1995 eröffnet worden. 3,5 Millionen DM hatte der Neubau seinerzeit gekostet. Doch irgendwann war der Tennisboom vorbei.

Der Name Laola-Halle stammt übrigens von der ehemaligen gleichnamigen Sportsbar, die sich einst in dem Gebäude befand. (Bastian Ludwig)

Kontakt und Öffnungszeiten: Telefon: 0561/ 585 28 55 Instagram laola.soccerhalle.kassel Mo-Fr 15-23 Uhr, Sa-So 12-23 Uhr

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