Komplett neues Stellflächenkonzept an

Nach HNA-Test: Dez-Parkplätze bald breiter

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Schluss mit der Enge auf dem dez-Parkplatz: Mit einem komplett neuen Verkehrskonzept will das Nahversorgungszentrum in Niederzwehren die Stellflächensituation verbessern.

Kassel. „Die Planungen für die Neugestaltung des Dez-Parkplatzes laufen“: Das teilt Center-Manager Alexandru Gavriliu auf Anfrage mit. Zwar benötige das beauftragte Planungsbüro noch Zeit. Dafür aber werde die Parkplatz-Neugestaltung in ein umfassendes Verkehrskonzept eingebettet.

Das heißt: Bislang zu enge Parkplätze sollen nicht nur verbreitert, sondern auch die Zu- und Durchfahrtsmöglichkeiten verbessert werden. Gavriliu will in den nächsten Wochen genauere Pläne vorstellen.

Nach dem HNA-Parkplatztest Mitte Dezember war vor allem der Parkplatz des Einkaufszentrums in Niederzwehren ins Gerede gekommen. Grund: Viele Stellplätze erwiesen sich als zu eng. Zwar sind neu gekennzeichnete Parkplätze bereits zwischen 2,30 und 2,50 Meter breit. Oft aber liegen die Breiten unter 2,30 Meter, was nicht mehr den Regelungen der Garagenverordnung des Landes Hessen entspricht.

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„Wir haben erkannt, dass die aktuelle Situation weder kundenfreundlich noch zeitgemäß ist“, sagt Gavriliu. Immer breiter werdende Autos erschwerten das Parken der Fahrzeuge sowie das Ein- und Aussteigen der Kunden.

Verschärft worden war die Situation auf Teilen des Dez-Parkplatzes vor allem Mitte der 1990er Jahre. Damals waren Unterstell-Boxen für Einkaufswagen aufgebaut und eine rot markierte Gehweggasse für Fußgänger geschaffen worden. Weil dafür Raum für Parkplätze geopfert werden musste, wurden damals Stellflächen von ehemals 2,40 auf bis zu 2,25 Meter verschmälert. „Aus heutiger Sicht ein Unding“, sagt Gavriliu, der seit 2010 das Einkaufszentrum leitet.

Die Bauaufsicht der Stadt als Kontrollbehörde wird zunächst auf eine Anhörung des Dez-Managements verzichten. „Zwar sind Parkplatzbreiten von 2,25 Meter nicht zulässig. Doch können solche Breiten auch schlicht Markierungsfehler sein“, sagt Stephan Gleim von der Bauaufsicht. Dafür spreche, dass nicht alle Stellflächen exakt gleich diese unzulässige Breite aufweisen. „Die Breite variiert immer um einige Zentimeter. Das deutet eher auf schlampige Arbeit als auf Vorsatz hin.“

Handlungsbedarf sieht die Stadt auch deshalb nicht, weil das Center-Management eine Verbesserung der Situation angekündigt hat. „Wir gehen davon aus, dass das stimmt, was da gesagt wird.“

So warte das Straßenbauamt nun die Vorstellung der Pläne ab. Erst wenn innerhalb einer realistischen Frist nichts passiere, werde die Bauaufsicht einschreiten, sagt Gleim.

Von Boris Naumann

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