Endlich eine legale Strecke

Für 45.000 Euro: Dirtbiker bekommen in Niederzwehren eine Anlage

Froh über die neue Strecke in Niederzwehren: Dirtbiker Tobias Dilling (17 Jahre) auf einem Dirtbike. Er zeigt hier einen so genannten Footjam. Die Anlage ist bis Oktober fertig. Fotos: Malmus

Kassel. Für Kassels Dirtbiker entsteht nach vielen Jahren der Diskussion und Standortsuche die erste legale Strecke. Der Startschuss für die Bauarbeiten fiel heute.

Die 2500 Quadratmeter große Anlage wird in Niederzwehren neben dem Sportplatz am Donarbrunnen gebaut. Bis Oktober soll der 45.000 Euro teure Dirtpark Kassel fertiggestellt sein. Ein Dirtbike ist eine Art kompaktes Mountainbike, mit dem sich anspruchsvolle Parcours bewältigen lassen.

Die Finanzierung des Projekts wird mit 31.000 Euro hauptsächlich von der Stadt getragen. Weitere 14.000 Euro kommen von Sponsoren. Mehrere Jugendliche und der Kasseler Skateboardverein „Mr. Wilson“ hatten sich in der Planung engangiert.

Mehrere Rückschläge

Es hat mehrere Anläufe gebraucht, bis der jetzige Dirtpark realisiert werden konnte. Im Jahr 2013 mussten die Dirtbiker eine in Nordshausen angelegte Strecke wieder räumen, weil diese sich in einem Landschaftsschutzgebiet befand. Ähnlich war es zuvor bei einer im Habichtswald, unterhalb der Hessenschanze, angelegten Strecke gewesen.

Umso größer ist die Freude bei allen Beteiligten, dass nun ein dauerhafter Standort gefunden wurde. Johannes Schade von der Kinder- und Jugendförderung der Stadt erläuterte, dass die Vorschläge und Wünsche der Dirtbiker in die Planung eingeflossen sein. So wird die überwiegend aus Lehmboden bestehende Geländestrecke für alle Alters- und Erfahrungsstufen geeignet sein. Auch werden Drainagen gebaut, damit das für alle frei zugängliche Areal auch nach starkem Regen wieder zeitnah befahrbar ist.

Sponsoren und Dirtbiker: Von links Fahrer Moritz Tschischkale, Beate Schäfer (Kasseler Sparkasse), Kai Emmeluth (Fa. Emmeluth), Norbert Hess (Fa. Schneider), Stefan Liu (Hübner), Günter Schleiff (HHS Planer und Architekten), Dezernentin Anne Janz, Johannes Schade (Jugendamt), Fahrer Robert Felmeden, Michael Neuner (Well Being Stiftung) und Architekt Alois Lorscheider-Brinkmann.

Gebaut werden ein großer und ein kleiner „Pumptrack“. Dahinter verbirgt sich jeweils ein welliger Rundparcours, den die Fahrer – ohne in die Pedale zu treten – absolvieren. Gestartet wird von einem Hügel. Zudem gibt es zwei Strecken mit Hügeln, die den Dirtbikern für ihre bis zu vier Meter weiten Sprünge dienen („Dirtjumps“).

In der Mitte des Areals wird ein kleiner Teich angelegt. Zudem werden Bäume und Sträucher pflanzt und als Abgrenzung zum benachbarten Fuß- und Radweg wird eine Hecke gesetzt. Eine Informationstafel wird die Regeln zur Nutzung des Dirtparks erklären.

An der Konzeption waren der bekannte Streckenplaner Joscha Forstreuter und der Niestetaler Architekt Alois Lorscheider-Brinkmann beteiligt. Jugenddezernentin Anne Janz (Grüne) verwies darauf, dass die Realisierung nur Dank der Spenden möglich gewesen sei. Zu den Spendern gehören die Kasseler Sparkasse, HHS Planer und Architekten, Alfred Schneider GmbH & Co. Tankbau KG, die Firma Hübner und die Well Being Stiftung. Zudem unterstützt die Firma Emmeluth das Projekt in der Bauphase.

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