Helfer gesucht

Dirtpark in Niederzwehren wird nach starkem Regen wieder hergerichtet

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Wollen bald wieder mit ihren Rädern auf die Strecke: (von links) Robert Felmeden, Projekt-Betreuer Johannes Schade, Matti Brinkmann und Leo Weyhe tragen die alte Erde von den Bahnen ab.

Niederzwehren. Große Sprünge gibt es derzeit im Dirtpark in Niederzwehren nicht. Der Grund sind die starken Regenfälle in diesem Sommer.

„Hinzukommt, dass die Anlage jetzt zwei Jahre in Betrieb ist“, sagt Johannes Schade, der das Projekt der Stadt Kassel betreut. „Da bleiben einfach Spuren.“

Die 3000 Quadratmeter große Anlage für Fahrradfahrer mit Erdwellen und Sprungschanzen werde sehr gut angenommen. Die Erwartungen wurden weit übertroffen. „Am Wochenende und in den Ferien kommen bis zu 100 Fahrer“, sagt Schade. Vom Kindergartenkind, das mit seinem Laufrad über die kleinen Erdwellen des „Kids-Pump-Tracks“ bis hinzu Jugendlichen, die auf den sogenannten „Dirtlines“ mehrere Meter hohe Sprünge zeigen.

Oft werden Eltern von der Begeisterung ihrer Kinder angesteckt und wagen sich dann auch mal auf die Strecke. „Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht“, sagt Leo Weyhe, der 22-Jährige ist meist mehrmals in der Woche auf der Anlage. Bis man sich auf die großen „Dirtlines“ traut, brauche es aber schon einige Monate Training. „Damit es nicht zu Wartezeiten kommt, ist es mittlerweile gerade am Wochenende so, dass vormittags die jüngeren Kinder und am Nachmittag dann Jugendliche mit professioneller Ausrüstung fahren können“, erklärt Weyhe.

Auf die Strecke wollen die Jugendlichen dann auch bald endlich wieder, schon fast vier Wochen ist die Anlage wegen der Arbeiten gesperrt. Der Dirtpark wird größtenteils von den Jugendlichen selbst instand gehalten. Werkzeuge und Materialien werden von der Stadt gestellt.

In den vergangenen Wochen wurde der wilde Bewuchs von den Bahnen entfernt. Im Anschluss muss die lose Erde von der Strecke ab- und neue Erde aufgetragen und im Bereich der Sprünge besonders befestigt werden.

Obwohl viele Jugendliche in den vergangenen Wochen schon bei den Arbeiten geholfen haben, gibt es noch immer viel zu tun. „Wir können noch Helfer gebrauchen, damit die Anlage schnellstmöglich wieder freigegeben werden kann“, sagt Schade.

Eine weitere Aktion ist auch am Samstag, 16. September, innerhalb des Freiwilligentages geplant. Der Aufruf richte sich besonders an Eltern. Zwischen 10 und 16 Uhr soll gemeinsam an der Streckenanlage gearbeitet werden.

Kontakt mit den Jugendlichen, die sich um die Betreuung des Dirtparks kümmern, kann man am besten über die Facebook-Seite aufnehmen.

Hintergrund 

Der Dirtpark (wörtlich übersetzt Schmutzpark) an der Sophie-Scholl-Straße im Kasseler Stadtteil Niederzwehren kann täglich von 8 bis 22 Uhr genutzt werden. Gefahren wird auf eigene Gefahr. Es gilt Helmpflicht. Außerdem wird das Tragen von Knie- und Ellenbogen-Protektoren empfohlen. Die Strecke kann zu allen Jahreszeiten genutzt werden, wenn es trocken ist. Bei Nässe und Regen ist das Befahren zu gefährlich, außerdem leidet die Strecke. Der sogenannte Pumptrack, ein Rundkurs aus Erdwellen, bei dem die Geschwindigkeit allein durch Gewichtsverlagerung aufrecht erhalten werden muss, ohne dabei in die Pedalen zu treten, kann auch mit normalen Fahrrädern befahren werden. Zwischen April und Oktober können jeden Dienstag zwischen 16 und 19 Uhr kostenlos Dirtbikes und Schutzausrüstung ausgeliehen werden. 

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