TSG Niederzwehren hat 5000 Euro in Leuchten investiert

Erste Kasseler Sporthalle auf LED umgerüstet

Sie wollen Energie sparen: Die Sporthalle der TSG Niederzwehren ist auf LED-Beleuchtungstechnik umgestellt worden. Das gefällt auch (von links) Juliane , Carolin, Claudia, Daniel, Maris, Merit und Katharina. Fotos:  Fischer

Niederzwehren. Bis zu 75 Prozent Stromkosten will die TSG 1887 Kassel-Niederzwehren künftig sparen. Möglich machen das 90 energiesparende LED-Leuchten, die seit Ende Oktober in der vereinseigenen Sporthalle an der Dittershäuser Straße 17 für Licht sorgen.

Es ist die erste Sporthalle in der Stadt Kassel, die auf LED umgerüstet wurde. 5000 Euro wurden in das Projekt investiert. Im Landkreis Kassel gibt es bereits drei Schulsporthallen mit LED-Technologie: in Bad Emstal (Christine-Brückner-Schule), Baunatal (Erich-Kästner-Schule) und Reinhardshagen (Lucas-Lossius-Schule).

„In unserer Halle ist es nun doppelt so hell bei einem Viertel der Kosten“, sagt TSG-Pressesprecher Günther Lehner. „Die Hallenbeleuchtung lässt sich in drei Stufen schalten. Die Zwei-Drittel-Beleuchtung ist jetzt heller als früher die Vollbeleuchtung. Das heißt, diese Schaltstufe ist ausreichend für alle Übungsstunden.“ Lediglich für die Tischtennisabteilung sei eine Vollbeleuchtung nötig, für Gymnastikstunden reiche sogar die Ein-Drittel-Beleuchtung.

„Die Gesamtanschlussleistung der alten Leuchtstoffröhren betrug sieben Kilowatt“, berichtet Günter Manß, der im TSG-Bauausschuss engagiert ist.

Die LED-Röhren schlagen nur mit 2,73 Kilowatt zu Buche. Das wirkt sich auf den Jahresstromverbrauch aus: Er lag bei rund 12 000 Kilowattstunden und verursachte Kosten von circa 3600 Euro. Künftig erwartet der Verein einen Verbrauch von maximal 4680 Kilowattstunden - wenn die Sporthalle stets mit Vollbeleuchtung genutzt würde. Das Einsparpotenzial läge dann bei rund 54 Prozent.

Auch die längere Lebensdauer der LED-Röhren senkt Kosten. Bisher mussten die Leuchtstoffröhren alle zwei Jahre ausgetauscht werden. „Die Lebensdauer hat sich verzehnfacht - und zwar von rund 5000 auf 50.000 Stunden“, sagt Manß. Zudem hätten LED-Röhren keinen Verlust der Leuchtkraft.

Eingebaut wurden die Leuchten von den Vereinsmitgliedern Dirk Maybaum, Johannes Winkler und Volker Teitge. „Die Röhren wurden einfach gegen die alten Leuchtstoffröhren ausgetauscht und mit einem LED-Starter versehen“, erklärt Maybaum.

Finanziell unterstützt wurde die TSG vom Landessportbund Hessen (LSB) und der Kasseler Sparkasse. „Das ist für jeden Verein eine nachahmenswerte Geschichte. Es ist eine Investition, die Kosten spart und sich in weniger als zwei Jahren amortisiert“, sagt Roland Tölle, Vorsitzender des Sportkreises Region Kassel, dem größten Sportkreis im LSB.

Es geht dem Verein jedoch nicht nur darum, die Kasse zu schonen, sondern auch um aktiven Klimaschutz. Denn jede Kilowattstunde Strom, die eingespart wird, verringert die Umweltbelastung. „Wir sind stolz darauf, eine Vorreiterrolle in Kassel eingenommen zu haben“, sagt Barbara König vom TSG-Vorstand.

Von Helga Kristina Kothe

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