An Tankstelle in Niederzwehren

Fahrzeug war zu hoch: Sprinter hing in Kasseler Waschanlage fest

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Eingeklemmt: Da der Transporter für die Waschstraße zu hoch ist, verkeilte sich die obere Bürste mit dem Dach.

Kassel. Ein kurioser Unfall ereignete sich am Dienstagabend in einer  Waschanlage in Niederzwehren. Nur mit vier platten Reifen konnte das Fahrzeug befreit werden. 

Aktualisiert um 16.02 Uhr - Seinen Wagen zu waschen, muss nicht immer gut sein. Mitunter kann es auch zu Badeunfällen kommen, wie ein 19-jähriger Autofahrer aus Kassel am Dienstagabend feststellen musste. 

Beamte des Polizeireviers Süd-West waren gegen 18.45 Uhr zu einem nicht alltäglichen Einsatz zu der Waschanlage der Elan-Tankstelle an der Frankfurter Straße (Höhe Knorrstraße) in Niederzwehren gerufen worden. Am Einsatzort bot sich folgendes Bild: Ein Mercedes Sprinter stand in der Waschanlage. Die obere, große Waschwalze war auf dem Dach des Kastenwagens verkeilt, so Polizeisprecher Torsten Werner. 

Die Ursache war leicht auszumachen: Der 19-jährige Fahrer aus Kassel hatte die Maximalhöhe für Autos bei Benutzung der Waschanlage nicht bedacht. Da das Fahrzeug höher als 2,40 Meter war, blieb die obere Walze am Dach hängen und konnte zunächst nicht mehr gelöst werden. Toni Abraham, Betreiber der Tankstelle, sagt, dass vor der Waschanlage ein Schild mit Angaben für Höhe und Breite der Fahrzeuge stehe. „Wir können ja nicht die ganze Zeit daneben stehen und gucken, ob ein Fahrzeug für unsere Waschstraße zu hoch ist.“ 

Bei seiner Tankstelle funktioniert es folgendermaßen: Die Kunden bezahlen zunächst die Autowäsche an der Kasse und bekommen dann einen Code, den sie direkt an der Waschstraße eingeben können. Wenn alles nach Plan läuft, dauere ein Waschvorgang sieben bis zehn Minuten. Der Transporter wurde am Dienstagabend gleich zu Beginn von der oberen Bürste eingeklemmt, erzählt Abraham, der anschließend zur Waschstraße eilte. Um nun nicht weiteren Schaden zu verursachen, waren die Beteiligten erfinderisch. Sie ließen die Luft aus allen vier Reifen des Transporters. Sie konnten so den Wagen aus seiner misslichen Lage befreien. Anschließend wurden die Reifen am Luftprüfgerät wieder aufgepumpt. 

Der Gesamtschaden ist noch nicht beziffert. Der Defekt an der Walze und die Schäden am Autodach dürften aber mehrere tausend Euro betragen. Ob der 19-Jährige den Sprinter anschließend mit seinen eigenen Händen wusch, ist nicht bekannt.

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