Flüchtlinge in Feuerwehrschule: Zweite Halle ist belegt

Eingezäunt: Um die mit Flüchtlingen belegten Fahrzeughallen ist ein Zaun gezogen. Damit soll laut RP verhindert werden, dass der Übungsbetrieb der Landesfeuerwehrschule beeinträchtigt wird. Foto: Rudolph

Kassel. Für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Landesfeuerwehrschule ist eine zweite Fahrzeughalle leer geräumt worden. Inzwischen sind 320 Menschen in der Außenstelle der Hessischen Erstaufnahme untergebracht. Damit ist die Unterkunft bereits nach zwei Tagen fast voll belegt.

Nach Angaben des Kasseler Regierungspräsidiums, das die Unterkunft betreut, passen maximal 350 Menschen in die beiden Hallen. Wie berichtet, war das Nebengebäude der Feuerwehrschule am Mittwochabend kurzfristig für die Flüchtlinge hergerichtet worden. „Vieles musste auf die Schnelle sehr provisorisch sein“, sagte Harald Merz, persönlicher Referent des Regierungspräsidenten. „Jetzt sind wir dabei, die Bedingungen nach und nach zu verbessern.“

Im Laufe des Donnerstags seien in Sanitärcontainern Wasch- und Duschmöglichkeiten für die Bewohner geschaffen worden. In der ersten Nacht gab es lediglich Dixi-Toiletten. Zudem sind in den Hallen Trennwände aufgestellt worden. „Damit es wenigstens ein bisschen Privatsphäre gibt“, sagte Merz. Durch die zweite Halle, die noch am Donnerstag in Betrieb genommen wurde, lägen die Menschen jetzt auch nicht mehr ganz so eng beieinander wie in der ersten Nacht.

Dank für Hilfsbereitschaft 

Das Regierungspräsidium bittet um Verständnis, dass in der Unterkunft selbst keine Spenden in Empfang genommen werden können. Wer Kleidung spenden möchte, wird gebeten, diese bei den Sammelstellen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) abzugeben.

Die Stadt Kassel hat unterdessen für kommenden Dienstag, 8. September, eine Informations-Veranstaltung organisiert (19 Uhr, Aula der Heinrich-Schütz-Schule, Freiherr-vom-Stein-Straße 11). Zwar ist für Einrichtung und Betrieb der Unterkunft das Land Hessen zuständig. „Uns ist es jedoch wichtig, Verantwortung zu übernehmen und vor allem die Anwohner aus den umliegenden Stadtteilen zu informieren“, sagte Kassels Sozialdezernent Christian Geselle (SPD).

Man sei dankbar dafür, wie offen und hilfsbereit die Kasseler Bevölkerung den Menschen begegne, die als Flüchtlinge hierher kämen, sagte Geselle: „Ich bin froh, dass das Zusammenleben in Kassel bislang so gut funktioniert.“

Kleiderspenden für die Flüchtlinge in den Erstaufnahme-Unterkünften können hier abgegeben werden:

• DRK in Kassel, Königstor 24

• DRK Kassel-Land: Weddel 10, Fuldatal-Ihringshausen

Bankverbindung für Geldspenden: DRK Kreisverband Hofgeismar, Stichwort: „Flüchtlingshilfe“ IBAN: DE05 5205 0353 0100 0114 10

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