Auf Gelände soll Lagerhalle entstehen

Jordan kauft Bahnhof Niederzwehren

+
Firmengelände erweitert: Jörg Ludwig Jordan hat den Niederzwehrener Güterbahnhof erworben. Das Gebäude soll erhalten bleiben, im rückwärtigen Bereich soll eine Lagerhalle entstehen.

Kassel. Der Güterbahnhof Niederzwehren hat einen neuen Eigentümer: die Firma Jordan. Der Kasseler Fußbodenbelags- und Holzgroßhändler Jordan hat sein seit zwei Jahrzehnten anhaltendes Wachstum auch 2013 fortgesetzt und dabei zwei wichtige Hürden genommen:

Die Zahl der Mitarbeiter übersprang erstmals in der 95-jährigen Unternehmensgeschichte die Marke von 1000, und der Umsatz überstieg erstmals die 300-Millionen-Euro-Grenze. Wie der geschäftsführende Gesellschafter des europäischen Marktführers bei Fußbodenbelägen, Jörg Ludwig Jordan, im Gespräch mit der HNA erklärte, kletterte der Umsatz auf 304 Mio. Euro. Im laufenden Jahr sollen die Verkaufserlöse noch stärker zulegen: um 4,3 Prozent auf 317 Mio. Euro. Zum Ergebnis macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

Jordan begründete die anhaltend positive Entwicklung mit der regen Bautätigkeit. „Die Aussichten sind gut“, sagte der Firmenchef, der an der Strategie eines moderaten, aber stetigen Wachstums aus eigener Kraft festhalten will. Nach der Rekordinvestition von 16,6 Mio. Euro in den Ausbau der Zentrallager für Fußbodenbeläge in der Eugen-Richter-Straße (ehemals CocaCola) und im Glockenbruchweg sowie für Holz im Töpfenhofweg und in ein modernes Bürogebäude am Firmensitz will Jordan in diesem Jahr etwas kleinere Brötchen backen. Dickste Brocken sind die Erneuerung der bestehenden Filialen in Berlin, Freiburg und Graz.

Das 7500 Quadratmeter große Gelände des Güterbahnhofs Niederzwehren dient dem Großhandelsunternehmen als Vorratsfläche für eine künftige Erweiterung. Das bestehende Gebäude bleibe erhalten und werde saniert, im rückwärtigen Bereich solle eine weitere Lagerhalle errichtet werden. Wann, stehe allerdings noch nicht fest, sagte Jordan. Am Firmensitz stehen Jordan mittlerweile 100 000 Quadratmeter Grundfläche zur Verfügung. In den vergangenen fünf Jahren hat das Familienunternehmen allein in Kassel 20 Mio. Euro investiert.

Jordan hat insgesamt 58 Standorte, davon 50 im Inland, sieben in Österreich und einen in Frankreich. Von den mehr als 1000 Mitarbeitern werden 200 in Kassel sowie 22 in Cölbe in unmittelbarer Nachbarschaft zu Marburg beschäftigt. In der Gruppe hat Jordan 63 Azubis, davon 14 in Kassel. Demnächst fangen 35 neue Auszubildende an. Jordan beliefert mehr als 25 000 Fachkunden wie Tischler, Raumausstatter und Parkettleger mit Ware.

Die Produkte werden unter dem Markennamen Joka verkauft. Er ist aus den Anfangsbuchstaben des Firmennamens und Kassels zusammengesetzt. Jordan wirbt seit vielen Jahren im Rahmen großer Wintersportveranstaltungen. Bekannteste Markenbotschafter sind Magdalena Neuner und Arnd Peiffer. Erstmals in der Firmengeschichte warb Jordan 2013 im Rahmen von Biathlon-Übertragungen mit TV-Spots.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.