Entenanger steht im Fokus

Die Innenstadt wird grüner: 1,8 Millionen Euro für Kassel

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Platz mit Potenzial: Der Entenanger soll mit dem Fördergeld weiter aufgewertet werden. Auf unserem Foto ist der Entenliesel-Brunnen zu sehen, dahinter der bislang wenig genutzte Spielplatz.

Kassel. Viele Städte beneiden Kassel um seine vielen Parks. Doch in der Innenstadt sind verhältnismäßig wenig Grünflächen und Bäume zu finden. Das soll sich ändern.

Denn die Stadt Kassel erhält aus dem neuen Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ 1,8 Mio. Euro Fördergeld. Dies ist hessenweit die zweithöchste Summe aus diesem Programm.

In der Innenstadt steht unter anderem der Entenanger im Fokus, dessen Aufenthaltsqualität durch mehr Grün und neu gestaltete Flächen – wie etwa den dortigen Spielplatz – verbessert werden soll. Ausgeklammert wird die Königsstraße, da diese bereits im Zuge des aktuellen Umbaus neue Bäume bekommen hat.

Neben der Innenstadt sollen aber auch die Frankfurter Straße und der Park Schönfeld von dem Geldsegen profitieren. Zum Fördergebiet gehört die gesamte Frankfurter Straße von der Innenstadt bis zur Autobahnauffahrt Kassel-Niederzwehren.

Während an der Frankfurter Straße beispielsweise neue Bäume, Rasengleise und begrünte Plätze diskutiert werden, geht es im Park Schönfeld vor allem um die Weiterentwicklung der Grünanlage. Einbezogen werden soll auch der Botanische Garten. Insgesamt hat die Stadt sechs Jahre Zeit, die Investitionen umzusetzen.

Rasengleise und Baumpflanzungen werden überlegt: Die Frankfurter Straße in Kassel soll ebenfalls begrünt werden.

Welche Projekte genau realisiert werden, steht noch nicht fest. Bislang gebe es nur Vorüberlegungen, aber noch kein fertiges Konzept, sagt Dr. Anja Starick, Leiterin des Umwelt- und Gartenamtes. Dieses solle nun erstellt und im nächsten Jahr mit den beteiligten Ortsbeiräten diskutiert werden. Anschließend könnten die einzelnen Projekte genauer benannt werden.

Starick freut sich zusammen mit Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne), dass die Stadt erfolgreich bei der Bewerbung um die Förderung war. Weil das Förderprogramm überraschend kurzfristig aufgelegt worden sei, habe die Stadt noch keine Zeit gehabt, einzelne Vorhaben genauer zu planen.

HNA-Grafik zur Stadtbegrünung. Für die gesamte Ansicht bitte oben rechts auf "Medienzoom" klicken

Gartenamtsleiterin Starick hält die grüne Offensive in der Innenstadt aber nicht nur aus optischen Gründen für sinnvoll. Auch für das Stadtklima und aus ökologischen Aspekten sei die Investition lohnenswert. Wegen der verdichteten Bebauung in der Innenstadt seien die Planer aber vor große Aufgaben gestellt. Es sei nicht einfach, Bäume zu pflanzen, die den innerstädtischen Bedingungen auch standhalten.

Von dem Fördergeld aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ haben insgesamt acht hessische Kommunen profitiert. Den größten Betrag hat Korbach (2,4 Mio. Euro) erhalten. Die meisten Städte haben nur kleinere, fünfstellige Beträge erhalten.

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