Stadt übernimmt

Kasseler Campingplatz wird wieder öffnen - Bald als Vier-Sterne-Platz

Studierten den Plan für den neuen Campingplatz: (von links) Christian Geselle, Peter Ley, Christof Nolda, Kassel-Marketing-Geschäftsführer Andreas Bilo und Volker Oestereich, Technischer Leiter der GWG.

Kassel. Rechtzeitig zur documenta wird in Kassel endlich ein neuer Campingplatz öffnen. Die Arbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Fulda-Camps haben bereits begonnen.

Anfang Juni soll der Platz an der Fulda unter dem Namen „Kassel Camping“ zunächst 61 Plätze für Kassel-Gäste mit Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen anbieten.

Dies ist eine vorläufige Lösung, da die Stadt Kassel mit ihrer Tochter Kassel Marketing zunächst nur die kürzlich von Bund und Land gepachteten Flächen an der Giesenallee nutzen kann, um in der Stadt wieder ein „attraktives Campingplatzangebot“ machen zu können, wie Stadtkämmerer und künftiger Oberbürgermeister Christian Geselle erläutert.

Im Endausbau soll dann ein Vier-Sterne-Campingplatz entstehen. Dafür seien in den nächsten zwei Jahren insgesamt 1,5 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Geselle dankte allen Beteiligten für die „richtig tolle Gemeinschaftsarbeit.“ Dabei ging es in den vergangenen rund zwei Jahren vor allem um schwierige Eigentumsfragen. Der alte und in die Jahre gekommene, früher privat betriebene Campingplatz war nach einem Brand im Hauptgebäude im Jahr 2013 dauerhaft geschlossen.

Das Kerngrundstück mit diesem Gebäude befindet sich derzeit noch in Privatbesitz. Die Stadt sei mit dem Eigentümer weiterhin in intensiven Gesprächen mit dem Ziel einer gütlichen Einigung, um eine anstehende Zwangsversteigerung abzuwenden. Wenn auch diese Hürde genommen ist, soll der Platz später auf 80 bis 85 Stellplätze anwachsen, und ein neues Gebäude soll entstehen. Was jetzt als Infrastruktur errichtet wird, soll dann in die dauerhafte Lösung integriert werden.

Seit Montag entstehen auf einer insgesamt 1,2 Hektar großen Fläche neue Wege und das Fundament für zunächst mobile Sanitäreinrichtungen sowie eine Rezeption mit Kiosk. Zudem wird jeder Stellplatz mit einem eigenen Stromanschluss ausgestattet, und es werden Anlagen zur Ver- und Entsorgung geschaffen.

Die Einrichtung des Campingplatzes sei auch angesichts der kurzen Vorlauffrist eine Herausforderung, sagte Peter Ley, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWG der Stadt Kassel. Sie ist mit dem Bau der Anlage beauftragt. Ley sei jedoch sicher, dass der neue Platz fristgerecht Anfang Juni öffnet.

Stadtrat Christof Nolda war froh, dafür seit Montag alle Genehmigungen auch der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums in der Tasche zu haben. Denn für eine Bebauung „dieses wunderschönen Platzes direkt am Wasser“ gebe es strenge Auflagen.

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