Investor hofft auf neuen Oberbürgermeister

Magazinhof-Sanierung ab dem Spätsommer ?

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In diesem Jahr soll die Sanierung beginnen: Die ehemaligen Getreidesilos sollen zu Gewerbeflächen umgebaut werden.

Niederzwehren. Zwei Jahre ist es her, dass die Beethovengruppe aus Würzburg den Magazinhof, das ehemalige Getreidelager der Wehrmacht in Niederzwehren, von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft hat.

In den Silos und in der früheren Heeresbäckerei sollen Gewerbeflächen entstehen, kündigten die neuen Eigentümer bei einem Besichtigungstermin vor knapp einem Jahr an.

Büros, Labore, Tagungszentren, Seminarräume und Veranstaltungsflächen seien möglich, so Niko Rotschedl, Geschäftsführer der Beethovengruppe. Bislang ist auf dem Areal an der Leuschnerstraße allerdings noch nichts passiert.

Wegen Stadtbaurat Christof Nolda, der ja eigentlich Kassel verlassen wollte, sei alles ein wenig in der Schwebe gewesen, sagt Rotschedl. „Es lag an der Stadt Kassel und an uns, dass alles nicht so schnell weitergegangen ist, wie gewünscht“, so der Geschäftsführer.

Niko Rotschedl

Nach der Wahl von Christian Geselle zum neuen Oberbürgermeister setze er darauf, dass das Projekt Magazinhof jetzt wieder an Dynamik gewinne. Nach den Planungen der Beethoven-Gruppe sollen die Sanierungsarbeiten in den Getreidesilos im Spätsommer oder Herbst beginnen. Man benötige natürlich relativ viel Zeit (so um die eineinhalb Jahre), um diese Gebäude für Mieter herzurichten. Von daher sei es nicht so einfach, Mieter zu finden, die sich so lange vorher festlegen wollten.

In die Sanierung der vorhandenen Gebäude wolle man rund 20 Millionen Euro investieren. Hinzu kommen weitere 30 Millionen Euro, die in den Wohnungsbau auf dem Areal fließen sollen. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks plant der Investor den Bau von Eigentums- und Mietwohnungen. „Die Stadt kennt unser städtebauliches Konzept dafür“, sagt Rotschedl.

Lärmschutz

Um den Wohnungsbau mit Blick auf die Lärmschutzvorschriften realisieren zu können, habe man ein weiteres Grundstück von der Hessischen Landesbahn in der Nachbarschaft gekauft. Dort sollen Lärmschutzwände errichtet werden. Je näher diese an der Quelle des Lärms, also der Bahnstrecke, seien, desto besser schützten sie davor.

Bilder: Impressionen von der Magazinhof-Sanierung

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