Briefmarken mit katholischen Kirchen der Region gefragt

Marke mit Mehrwert

Aufheben und verschicken: Rosemarie Findorf gehört zur Gemeinde Herz Jesu in Niederzwehren.

Kassel. Zur katholischen Kirche Herz Jesu in Niederzwehren hat Rosemarie Findorf eine besondere Beziehung: Die Seniorin singt dort seit vielen Jahren im Kirchenchor. Sie war eine der ersten, die für die druckfrischen Briefmarken mit „ihrer Kirche“ als Motiv anstand. In der Tourist-Information an der Wilhelmsstraße wurden in der Serie mit Gotteshäusern im Bistum Fulda zehn neue 60-Cent-Marken mit Motiven aus Kassel und Umgebung ausgegeben.

„Eine hebe ich mir als Erinnerungsstück auf, die anderen verschicke ich“, sagt Rosemarie Findorf. Die besonderen Marken mit persönlichem Bezug seien auch ein schöner Anlass, mal wieder zu Briefpapier und Stift zu greifen.

Walter Meise aus Vellmar hat mit der katholischen Kirche zwar nichts am Hut. Der 79-Jährige ist aber leidenschaftlicher Briefmarkensammler. Mehrere Zehntausend Exemplare dürften in seinen Alben stecken, schätzt er. Die zehn Kirchenmotive sind für den Nordhessen auch wegen der Kleinstauflage von 1000 Stück interessante Sammelstücke. Wie die meisten Käufer bei der Erstausgabe-Aktion lässt er sich das Sonderblatt mit allen zehn Motiven mit dem Tagesstempel versehen.

Die Serie des Bistums Fulda, die bereits über 110 verschiedene Marken umfasst, sei weltweit einmalig, sagt Dieter Josefiak von der Deutschen Post. „So viele Kirchenmotive aus einer Region - das gab es noch nie.“ Thomas Brand aus Kassel hat es auf St. Bonifatius abgesehen. Er nimmt gleich einen 20er-Bogen mit nach Hause. Wie das Motiv aussieht, wusste Sohn Finn schon vorher: Das Foto hat seine Mutter gemacht. Die Kirche an der Weserspitze kennt der 11-Jährige ohnehin gut: Er ist dort Messdiener. Auch bei den Brands werden einige Marken benutzt und einige aufgehoben.

Das große Interesse an den Briefmarken freue ihn sehr, sagt Klaus Depta vom Bistum Fulda. „Weil es zeigt, dass die Menschen sich mit ihrer Kirche identifizieren.“ Viele der Briefmarkenkäufer brächten eine ganz persönliche Geschichte mit, was sie - von der Taufe bis zur Hochzeit - mit dem Gotteshaus auf der Marke verbindet.

Die restlichen Briefmarken sind in den Pfarreien der jeweiligen Kirchen erhältlich.

Von Katja Rudolph

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