28-Jähriger erfuhr aus HNA vom Vorfall

Pfefferspray in Kasseler Drogerie: Mann versprühte Gas versehentlich

+

Kassel. 14 Personen waren durch freigesetztes Reizgas in einer DM-Drogerie an der Frankfurter Straße in Kassel leicht verletzt worden: Jetzt hat sich der Verursacher des Vorfalls bei der Polizei gemeldet.

Aktualisiert um 17.32 Uhr - Der 28-Jährige aus Kassel habe an besagtem Samstagmittag eigenen Angaben zufolge in dem Markt unabsichtlich etwas von dem Pfefferspray versprüht, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit.

Der Mann habe angegeben, erst am Montagabend bei HNA.de zufällig erfahren zu haben, dass dadurch mehrere Personen Atemwegsreizungen erlitten hatten. Auch von dem größeren Rettungseinsatz, den er offenbar versehentlich ausgelöst hatte, erfuhr er erst aus der Online-Ausgabe unserer Zeitung.

Pfefferspray in DM gekauft und versehentlich versprüht

Der Mann habe ausgesagt, dass er das Spray unmittelbar vor dem Zwischenfall in dem Markt gekauft und im Bereich des Verpackungstischs im Eingangsbereich ausgepackt habe. Fast alle DM-Märke haben einen Tisch, an dem man als Kunde Geschenke einpacken und Verpackungsmüll entsorgen kann. Beim Auspacken des Reizgases in der Sprühflasche habe er versehentlich einen kurzen Sprühstoß des Pfeffersprays in Richtung eines Regals freigesetzt.

Da der junge Mann selbst keinerlei Atemwegsreizungen verspürte, habe er letztlich nicht mit weiteren Folgen gerechnet und den Drogerie-Markt verlassen. „Mit Entsetzen“ habe er anschließend durch die Online-Ausgabe der HNA von den Auswirkungen erfahren und sei sofort zur Polizei gefahren. Insgesamt wurden 14 Menschen bei dem Reizgas-Unfall in Kassel verletzt - bis auf eine Frau, die ins Krankenhaus kam, wurden alle anderen Betroffenen vor Ort behandelt.

Das Abwehrspray befindet sich inzwischen nicht mehr im Besitz des 28-Jährigen. Es wurde für die weiteren Ermittlungen der Polizei sichergestellt. Die Ermittler des Reviers Süd-West gehen nun von einer fahrlässigen Körperverletzung in diesem Fall aus.

Welche Strafe droht bei fahrlässiger Körperverletzung

Bei fahrlässiger Körperverletzung drohen dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Wie hoch die Strafe innerhalb dieses Rahmens ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie stark die Geschädigten verletzt worden sind. Fahrlässige Körperverletzung wird als Vergehen bewertet und nicht als Verbrechen. Bei einem Verbrechen liegt das Strafmaß nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe.

Feuerwehr-Einsatz am Kasseler dm

Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll
Reizgas bei DM an der Frankfurter Straße versprüht
 © Knoll

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.