CDU Niederzwehren erinnert an Stellungnahme der Stadt von 2009, wonach alle Gebäude abgerissen werden sollten

Rinder: Kein öffentliches Interesse am Magazinhof

Steht jetzt unter Denkmalschutz: Der Magazinhof in Niederzwehren. Foto: Herzog

Niederzwehren. Die CDU Niederzwehren setzt sich für den Abriss des Magazinhofs in Niederzwehren ein. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die Gebäude des ehemaligen Getreidelagers der Wehrmacht auf dem Areal unter Denkmalschutz stehen.

Gerhard Rinder, Sprecher der CDU, stützt sich auf die Argumentation von Wilfried Bonnet (Grüne), dem stellvertretenden Ortsvorsteher von Süsterfeld-Helleböhn. Bonnet hatte darauf hingewiesen, dass laut Gesetz der Erhalt eines Gebäudes als Denkmal im öffentlichen Interesse sein müsse. Er könne sich nicht vorstellen, dass ein Parlament dieses „kaputte Nazi-Denkmal“ erhalten wolle. Das sieht Rinder genauso: „Dieses öffentliche Interesse ist beim Magazinhof nicht gegeben.“ Zudem erinnert das Mitglied des Ortsbeirats Niederzwehren an eine Stellungnahme des Amtes für Stadtplanung und Bauaufsicht aus dem Jahr 2009. Darin hieß es: „Grundlage der Flächenentwicklung (Magazinhof) wird aufgrund des Gebäudezustandes deren vollständige Neuordnung mit Abriss aller vorhandenen Gebäude, Einrichtungen und neuer Erschließung sein. (...) Eine Nutzung ist nach Auskunft der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wegen des baufälligen Gebäudezustandes (herabfallende Bauteile vom Dach oder von den Wänden) und wegen der nicht mehr ordnungsgemäßen Ver- und Entsorgung nicht mehr möglich.“

Diese Einschätzung der Stadt aus dem Jahr 2009 müsse in Einklang mit der Stellungnahme stehen, die der Ortsbeirat jüngst von der Stadt zum Magazinhof gefordert habe, sagt Rinder. (use)

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