Schwimmhalle der Bereitschaftspolizei geschlossen

Schimmel im Polizeibad entdeckt

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Kassel. Das Schwimmbad der Bereitschaftspolizei im Kasseler Stadtteil Niederzwehren ist wegen Schimmel in der Deckenkonstruktion geschlossen worden.

Ein Jahr ist es her, dass die Duschen in der Sporthalle der Bereitschaftspolizei in Niederzwehren nicht richtig funktionierten. Mittlerweile sind die Duschen allesamt mit neuen Armaturen ausgestattet worden. Dafür ist allerdings jetzt das 25-Meter-Becken in der Halle gesperrt. Grund: Die Deckenkonstruktion ist von Schimmel befallen.

Nach Angaben von Kriminaldirektorin Beate Theis, Chefin der IV. Bereitschaftspolizeiabteilung in Niederzwehren, wurde seit Oktober vergangenen Jahres bei laufendem Betrieb eine neue Lüftungsanlage in die Sporthalle eingebaut, weil die alte Anlage defekt war. Das habe auch gut geklappt. Bevor die neue Anlage jetzt in Betrieb genommen werden sollte, sei eine Firma aus Göttingen damit beauftragt worden, eine Schimmelmessung in der Halle zu machen. „Als reine Vorsichtsmaßnahme, da man an einigen Stellen Schimmel entdeckt hatte“, sagt Theis. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Holzdecke in der Schwimmhalle mit Schimmel befallen sei.

Daraufhin sei die komplette Halle samt Bad geschlossen worden, sagt Theis: „Arbeitsschutz geht vor.“ Allerdings habe es vorher keine Klagen von Nutzern des Bades und der Halle wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen gegeben, so die Standort-Leiterin.

Mittlerweile habe man Kontakt mit kommunalen Schwimmbädern wie dem Auebad, dem Hallenbad Süd und dem Sportbad in Baunatal aufgenommen, in die die Beamten zwischenzeitlich ausweichen könnten. Während das Schwimmbad geschlossen bleibe, habe es am Montag Signale gegeben, dass die Sporthalle und der Kampfsportraum am 20. Februar wieder geöffnet werden könnten, so Theis.

Vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), der für die Liegenschaft in Niederzwehren zuständig ist, waren am Montag keine Auskünfte über den Schimmelbefall im Bad, die Dauer der Sanierung und die Höhe der Kosten zu erhalten.

Fest steht aber, dass das Land Hessen die Liegenschaft der Bereitschaftspolizei in Niederzwehren eigentlich an einen privaten Investor verkaufen will. Anschließend will das Land die Gebäude vom neuen Eigentümer wieder mieten.

Nach Informationen der HNA sollen vier bis fünf private Investoren ein Angebot für die Liegenschaft abgegeben haben. Dem Vernehmen nach will das Land um die 4,5 Millionen Euro dafür von dem Investor haben. Rund weitere 20 Millionen Euro würde es den Investor etwa kosten, die Gebäude auf dem Areal zu sanieren.

Die Verhandlungen mit möglichen Investoren würden derzeit weiter geführt, sagt Theis. Im Frühjahr 2018 solle dann die Entscheidung fallen, ob und an wen die Polizeigebäude verkauft werden.

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