Anwohner wundern sich über Baustelle im Kasseler Stadtteil Niederzwehren

Unverhoffte Bauarbeiten: Und plötzlich war ein Graben vor der Tür

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Hier kam er am Montag mit seinem Auto nicht mehr drüber: Jürgen Schwarz wohnt an der Neuen Straße und wurde am Montagmorgen von Bauarbeiten vor seiner Haustür überrascht. Sein Auto steht in der Garage rechts vom Gehweg.

Niederzwehren. Da wunderte sich Jürgen Schwarz, als er am Montagmorgen um 7 Uhr von lautem Baustellenlärm geweckt wurde.

Ohne weitere Hinweise für die Anwohner der Neuen Straße begannen Bauarbeiter damit, am Straßenrand zu den Gehwegen einen Graben aufzureißen. Knapp 150 Meter lang.

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„Gegen Bauarbeiten habe ich ja gar nichts. Aber ich hätte schon gerne vorher Bescheid gewusst“, sagt Schwarz. Das Problem: Da der Graben zehn bis 20 Zentimeter tief ist, kann der Rentner solange nicht mehr mit dem Auto vom Grundstück fahren. Schon am Sonntagabend hätten ungefähr auf Höhe des Fußgängerwegs zum dez-Einkaufszentrum Hinweisschilder gestanden, die auf ein einseitiges Parkverbot am Straßenrand ab Montag, 13. März, hinweisen, sagt Schwarz. „Hätte ich gewusst, dass ich nicht mehr aus der Garage rauskomme, hätte ich das Auto ja umgeparkt. Aber von solchen Einschränkungen war nie die Rede“, sagt Schwarz.

An der Neuen Straße wies am Montag neben dem Parkverbotsschild ein Baustellenschild auf die Bauarbeiten hin. Die Bauarbeiter wollten oder konnten Schwarz nach dessen Angaben keine weiteren Informationen geben. Sie sprächen nur etwas Deutsch. Auch die anderen Anwohner wüssten von nichts, so Schwarz weiter.

Auf weitere Nachfragen von Schwarz am Dienstag asphaltierten die Arbeiter nachmittags den Bereich zu seiner Einfahrt, allerdings nicht eben zur restlichen Straße. „Da sind noch gut fünf Zentimeter Höhenunterschied“, so Schwarz. Die restliche Asphaltierung solle am Mittwoch geschehen, erzählte man dem Anwohner.

Den Grund für die Bauarbeiten teilte die Stadt auf HNA-Anfrage mit. Laut Pressesprecher Ingo Happel-Emrich lässt die Telekom dort von einer Firma Telefon- und Datenkabel verlegen. Die Stadt habe Arbeiten und entsprechende Sperrungen erlaubt, allerdings mit dem Hinweis darauf, dass die Baufirma sich mit den Anwohnern rechtzeitig in Verbindung setzen und auf die Beeinträchtigungen hinweisen solle. Der Ausführungszeitraum gehe vom 3. bis zum 29. März.

„Das hat man anscheinend nicht gemacht“, sagt Jürgen Schwarz. Er nimmt die Angelegenheit derweil auch mit Humor: „Gut, dass ich das Auto nicht täglich benötige.“

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