Veterinäramt warnt: Kranke Waschbären nicht anfassen

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Kassel. Nachdem am Mittwoch ein vermutlich an Staupe erkrankter Waschbär in Niederzwehren erschossen worden ist, warnt der Veterinärdienst der Stadt Kassel davor, auffällige oder tote Tiere anzufassen.

Die Staupe ist für Menschen zwar nicht gefährlich. Doch die mit dem Staupe-Virus infizierten Wildtiere könnten auch andere Krankheitserreger übertragen.

Die Staupe ist ein hochansteckende Viruserkrankung, für die allerdings nur bestimmte Tiere empfänglich sind, darunter neben verschiedenen Wildtieren auch Hunde. Daher sollten Hundehalter ihre Tiere - insbesondere freilaufende und Jagdhunde - dringend gegen die Staupe impfen.

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Neben Waschbären können auch Füchse, Dachse, Marder und Frettchen an Staupe erkranken. Wer verendete Tiere findet, sollte dies dem städtischen Veterinärdienst melden: Tel 0561/787 3330. Die Tiere werden dann im Rahmen eines Beobachtungs-Programms (Monitoring) auf Staupe und andere Krankheiten untersucht.

Im Stadtgebiet seien bisher erst wenige Wildtiere positiv auf Staupe getestet worden. Die Krankheit kann bei infizierten Tieren je nach Alter ohne oder nur mit milden Symptomen verlaufen, erläutert der Veterinärdienst. Vor allem bei Jungtieren kann die Staupe aber auch schwere Verlaufsformen nehmen, die bis zum Tode führen. Typische Symptome erkrankter Wildtiere sind der Verlust ihrer Scheu, Schläfrigkeit, Bewegungsstörungen (Torkeln) oder Aggressivität. (rud)

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