Deutsche Annington in Kassel

130 Wohnungen für Ältere: Neues Angebot soll geschaffen werden

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Sanierung an der Weigelstraße (Mitte): Auch hier entstehen einige barrierearme Wohnungen für ältere Menschen. Foto: Pflüger-Scherb

Kassel. Der demografische Wandel werde in den kommenden Jahrzehnten gravierende Auswirkungen auf Wohnungsmarkt, Gesellschaft und Arbeitsmarkt haben. Die Deutsche Annington, die rund 1900 Wohnungen in Kassel hat, habe diese Herausforderung nicht nur erkannt, sondern bereits angenommen, sagt Geschäftsführer Matthias Stock.

Das Unternehmen baue kontinuierlich geeignete Wohnungen des Bestandes barrierearm um.

Die Deutsche Annington trage mit einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Millionen Euro in Kassel dazu bei, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Es sollen weitere 130 barrierearme Wohnungen angeboten werden. Die umgebauten Wohnungen befinden sich in den Stadtteilen Kirchditmold, Rothenditmold, Niederzwehren, Oberzwehren, Harleshausen, Mitte, Wehlheiden und West. Die Umbauten seien in Wohnungen in den Straßen An der Kurhessenhalle, Silberbornstraße, Wilhelm-Busch-Straße, Wilhelm-Marker-Straße, Hermannstraße, Weigelstraße und Wilhelmshöher Allee geplant beziehungsweise schon erfolgt.

„Bewusst haben wir uns zum barrierearmen Umbau entschieden, denn nur so bleibt der Wohnraum im vertrauten sozialen Umfeld realisierbar“, sagt Stock. Es sei wichtig, dass Wohnen nicht isoliert betrachtet werde, sondern im Verbund eines Quartiers, in dem alle Generationen ein Zuhause haben.

Im vergangenen Jahr habe die Deutsche Annington bereits elf Wohnungen in Kassel entsprechend umgebaut. Nun kommen mehr als 130 weitere barrierearme Wohnungen hinzu.

Der Unterschied zu barrierefreien Wohnungen bestehe darin, dass bei barrierearmen Wohnraum einige Treppenstufen in Kauf genommen werden müssten, sagt Philipp Schmitz-Waters, Sprecher der Deutschen Annington, auf Anfrage der HNA.

Es geht um das Bad

Die Umbaumaßnahmen orientierten sich dabei am KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen“ und umfassten im Wesentlichen Veränderungen im Badezimmer: Rutschfeste Fliesen, ein erhöhtes WC und ein unterfahrbarer Waschtisch könnten im Alter den Wohnkomfort erheblich steigern. Aber auch in den weiteren Räumen schafften rutschfeste Bodenbeläge kleine Alltagshilfen.

Die Deutsche Annington prüfe zudem stets den Einbau einer ebenerdigen Dusche und erneuere bei Bedarf die Elektrik. Steckdosen und Schalter werden dabei in eine für ältere Menschen angenehme Höhe versetzt. „Wir werden das Angebot deutlich ausweiten, da die Nachfrage insbesondere nach barrierearmen und bezahlbaren Wohnungen enorm ist“, sagt Stock. „Unser Ziel ist, langfristig deutschlandweit rund 10.000 Wohnungen barrierearm umzurüsten. (use)

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